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Bombardier-Werker erwarten Klarheit

Am Freitag tagt der Aufsichtsrat. Werden die Sparpläne für die Standorte in Bautzen und Görlitz konkret?

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© Nikolai Schmidt

Bautzen/Görlitz. Die IG Metall Ostsachsen erwartet für Anfang kommender Woche Klarheit über die geplanten Einschnitte an den deutschen Bombardier-Standorten. Nach Gewerkschaftsangaben soll an diesem Freitag der Aufsichtsrat tagen. „Unsere größte Sorge ist der Abzug von Personal und Kernkompetenzen“, sagte Jan Otto, der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Ostsachsen. „Wenn unsere sächsischen Standorte durch die fehlerhafte Politik des Managements handlungsunfähig werden, wäre das ein Riesenproblem für die Region“, warnte der Gewerkschafter. Er nehme auch Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) beim Wort, der den Bombardier-Werkern die Hilfe der Landesregierung zugesichert hatte.

Am 15. Dezember plant die IG Metall eine weitere Protestaktion vor dem Bautzener Werk, einen Tag später in Görlitz. Die Kollegen seien sehr verunsichert, so Otto. „Sie wollen endlich länger als ein paar Monate Klarheit.“ Viele Mitarbeiter hätten inzwischen auch das Vertrauen in die Führung des Konzerns verloren, sagte er.

Bombardier Transportation hatte im Frühjahr angekündigt, in Deutschland 1 430 der knapp 10 500 Arbeitsplätze zu streichen. Die größten Einschnitte soll es demnach in Sachsen und dem Werk im brandenburgischen Hennigsdorf geben. Nach dem ursprünglichen Plan sollten 240 feste Arbeitsplätze in Bautzen und Görlitz wegfallen. Betroffen wären zudem 760 Leiharbeiter. (dpa)