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Bosch zieht weitere Unternehmen an

© Visualisierung: Bosch

Die Stadt rechnet fest mit weiteren Ansiedlungen. Allerdings gehen die Flächen für neue Firmen langsam zur Neige.

Von Sandro Rahrisch

Bis zu 700 Mitarbeiter sollen am Dresdner Flughafen in Zukunft Chips herstellen, für E-Autos zum Beispiel. An der Knappsdorfer Straße in der Nähe des Globus-Baumarktes will sich der Großkonzern Bosch niederlassen. Die Dresdner Wirtschaftsförderung rechnet damit, dass die Ansiedlung einen Dominoeffekt auslösen wird. „Ich gehe fest davon aus, dass Bosch weitere Akteure anziehen wird“, sagte Amtsleiter Robert Franke am Freitag. Er erhofft sich außerdem einen enormen Entwicklungsschub für bereits ansässige Unternehmen, die mit Bosch zusammenarbeiten könnten.

Dresden bekommt durch die Standortentscheidung des Konzerns nicht nur neue Arbeitsplätze. Auch die Gewerbesteuereinnahmen dürften kräftig steigen. Sie sind im vergangenen Jahr bereits um 84 Millionen auf 348 Millionen Euro geklettert. Außerdem konnten rund 7 000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse mehr gezählt werden als 2016. Vier Firmen siedelten sich neu in der Stadt an, 31 erweiterten ihre Standorte. Zu den größten Jobmotoren gehörte der Dresdner Flughafen. Bei den ansässigen Firmen, Dienstleistern, Behörden und Unternehmen der Flughafengesellschaft waren laut Angaben des Airports zum Jahresende genau 3 378 Mitarbeiter beschäftigt – ein Wachstum von gut neun Prozent. Die Ansiedlung, unter anderem von Bosch, wäre ohne den Flughafen nicht möglich gewesen, sagte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Freitag. Auch der US-Tabakriese Philip Morris hat angekündigt, sich anzusiedeln.

„Für dieses Jahr erwarten wir in Dresden einen weiteren Anstieg der Arbeitsverhältnisse um 5 000 bis 9 000“, so Franke. Er geht eher vom oberen Ende des Prognosekorridors aus. Gleichzeitig wirbt der Wirtschaftsförderer dafür, Geld in neue Gewerbeflächen zu investieren. Dresden brauche eine gewisse Angebotsbreite. Allein im Gewerbegebiet Coschütz sind derzeit 64 Unternehmen angesiedelt. Dort sind nur noch Restgrundstücke zu haben.