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Weißwasser

Brache geht an Glasfabrik

Die Stölzle Lausitz GmbH will sich erweitern. Weißwasser fördert das – mit dem Verkauf des Nachbargrundstücks.

© André Schulze

Einstimmig hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung den Verkauf eines Grundstücks an der Berliner Straße 50 in Weißwasser beschlossen. Die Firma Stölzle Lausitz GmbH als direkter Nachbar möchte sich auf dem Areal erweitern, um bereits bestehende Strukturen in der Online-Vermarktung auszubauen. In den vergangenen zehn Jahren habe die Stadt das Gelände der ehemaligen Porzelline nicht verkaufen können, weil für den Abriss seinerzeit Fördermittel genutzt wurden, für die es eine Bindefrist gab, erklärte Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext).

Der Kaufpreis von 129.000 Euro entspricht dem aktuellen Bodenrichtwert. Er würde damit dem Mindestangebot einer Ausschreibung gleichkommen. Mit dem Verkauf an die Stölzle Lausitz GmbH möchte die Stadt „ein deutliches Zeichen für die Schaffung von weiteren Industriearbeitsplätzen setzen“, hieß es im Beschluss. Das Unternehmen habe bereits in großem Umfang investiert, um den letzten Produktionsstandort der Glasindustrie in Weißwasser zu sichern. Mit der Rechtsaufsicht sei dies so abgestimmt. Um sicher zu gehen, dass der Verkaufszweck erfüllt wird, soll der Vertrag eine Verpflichtung zum Baubeginn innerhalb von drei Jahren enthalten.

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Die AfD-Fraktion beantragte, dass ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf zur Erstellung eines Wirtschaftsförderkonzepts für die Stadt Weißwasser genutzt werden soll. Dies betrachte man „als zentralen Punkt in der Vorbereitung auf den Strukturwandel“. Außerdem soll die Stadt – ebenfalls mit Geldern aus diesem Verkauf – ein Flächennutzungskonzept erarbeiten als Grundlage für die Ansiedlung von Industrie, Gewerbe und Behörden, so Jens Glasewald.