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Brand in Einraumwohnung

20 Feuerwehrleute sind im Einsatz, um das Feuer in der vierten Etage zu löschen. Mieter müssen das Haus verlassen.

© Dirk Westphal

Von Sylvia Jentzsch

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Döbeln. Kurz nach 14 Uhr bemerkt am Mittwoch eine Mieterin des Hauses Nummer 4 am Doblinaweg, dass Rauch aus einer Wohnungseingangstür in der vierten Etage tritt. Sie informiert die Rettungsleitstelle. Wenige Minuten später trifft der Löschzug der Döbelner Wehr ein. Während drei Fahrzeuge vor dem Hauseingang positioniert werden, fährt der Hubsteiger ums Gebäude herum. Auch hier tritt Rauch aus dem Fenster der Wohnung, in der es brennt. Vom Rettungskorb aus erkunden zwei Feuerwehrmänner, ob sich noch Mieter in den Wohnungen befinden. Diese hätten sie über den Balkon herausholen können. Weil der Hubsteiger direkt vor dem Kinderhaus steht, gibt es viele Mädchen und Jungen, die den Kameraden bei ihrer Arbeit zuschauen. Die Feuerwehrleute, die zuerst die Wohnung betreten, müssen ein offenes Feuer im Wohn- und Küchenbereich löschen. Im Haus befinden sich altersgerechte Ein- und Zweiraumwohnungen. Den Einsatz leitet Roman Schulze.

Rauchwolken steigen aus der Wohnung in der vierten Etage.
Rauchwolken steigen aus der Wohnung in der vierten Etage. © Andreas Rippin
Vom Hubsteiger aus wird nach Mietern gesucht, die die Wohnung noch nicht verlassen haben.
Vom Hubsteiger aus wird nach Mietern gesucht, die die Wohnung noch nicht verlassen haben. © Dirk Westphal
Insgesamt waren 20 Feuerwehrleute im Einsatz.
Insgesamt waren 20 Feuerwehrleute im Einsatz. © Dirk Westphal

Etwa zehn Mieter, von denen viele älter und teilweise gehbehindert sind, werden von den Feuerwehrleuten und Sanitätern aus dem Haus gebracht. Der Vermieter, die TAG Wohnen & Service GmbH, hat im Nachbarhaus in einer leerstehende Wohnung Sitzgelegenheiten aufgebaut, damit die Mieter bei den niedrigen Temperaturen nicht im Freien stehen müssen. Doch wenige nutzen das Angebot. Viele wollen wissen, was in ihrem Haus passiert.

So auch Gudrun Riedel. Ihre Wohnung liegt genau über der, in der es brannte. „Ich war gerade spazieren. Da wurde ich angerufen, dass aus dem Haus dicke Qualmwolken steigen“, so die Rentnerin. Sie sei sogar noch einmal in die Etage gegangen, in der es brannte. „Ich wollte wissen, was los ist“, sagt die Rentnerin. Doch als sie die schwarze Tür und den Qualm sah, habe sie das Haus schnell wieder verlassen. „Ich hatte Angst, meine Wohnung und alles, was sich daran befindet, zu verlieren. Gut, dass die Feuerwehrleute den Brand so schnell gelöscht haben“, sagt Gudrun Riedel.

Dirk Förster-Wehle, Leiter Immobilienmanagement der TAG, ist ebenfalls vor Ort. Schon bevor er die Brandwohnung besichtigen und die Schäden im Haus feststellen kann, hatten er und sein Team dafür gesorgt, dass Mietern, die vielleicht ihre Wohnung vorerst nicht nutzen können, eine Gästewohnung zur Verfügung gestellt wird. Nicht nur er kümmert sich um die Leute. Deutlich zu spüren ist die Nachbarschaftshilfe. Manche Mieter aus anderen Wohnblöcken nehmen diejenigen mit, die noch nicht ins Haus zurück können. Nach 15 Uhr beginnen die Feuerwehrleute, die Schläuche einzurollen und den Ventilator, der den Rauch aus dem Haus drücken soll, abzubauen. Das Löschwasser kam gleich aus dem Hydranten in der Nähe des Hauses. Zuvor kontrollieren vier Atemschutzträger, dass es keine Brandherde mehr gibt.

Polizei und Sanitäter sind ebenfalls vor Ort. „Über die Ursache des Brandes gibt es diverse Spekulationen. Es soll, bevor es brannte, einen Knall gegeben haben“, sagte einer der Polizisten. Genaueres werde von der Kriminalpolizei und den Brandursachenermittler festgestellt. Wichtig sei, so der Polizist, dass es keine verletzten Personen gegeben habe.