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Brandanschlag auf Röderauer Kirche

Erst flog ein Ziegelstein, dann mehrere Stückchen Feueranzünder – die Pfarrerin ist geschockt.

© Sebastian Schultz

Von Antje Steglich

Zeithain. Ein Brandanschlag auf die Kirche in Röderau sorgt in dem kleinen Dorf für Entsetzen. In den vergangenen Tagen haben Unbekannte zunächst mit einem Ziegelstein zwei Bleiglasfenster eingeschlagen und danach mehrere brennende Gegenstände in das Kircheninnere geworfen. Dabei handelte es sich wohl um handelsüblichen Feueranzünder. Das Feuer beschädigte laut Polizei den Holzfußboden sowie eine Holzbank, erlosch dann aber von selbst. Die Kriminalpolizei habe nun die Ermittlungen wegen versuchter schwerer Brandstiftung aufgenommen.

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Bllick auf die Kirche in Röderau.
Bllick auf die Kirche in Röderau.

„Die haben in Kauf genommen, dass die Kirche abbrennt. Wir sind alle sehr betroffen“, sagt Pfarrerin Grit Skriewe-Schellenberg zu dem Anschlag. Sie hofft, dass die Täter schnell gefasst werden, nachdem es in der Region bereits zu mehreren Zwischenfällen gekommen ist. Immer wieder hat es dabei teils beträchtliche Sachbeschädigungen gegeben, in der Röderauer Kirche müssen nun das Bleiglas ersetzt und die Brandflecken auf der Kirchenbank beseitigt werden. „Wir haben aber riesengroßes Glück gehabt. Es wäre gruselig gewesen, wenn die Kirche im Dorf brennt.“ – Schon vor einem Jahr hatte es übrigens auch auf die Nachbarkirche in Zeithain einen Anschlag gegeben. Über Weihnachten und Silvester beschossen Unbekannte das Gotteshaus mit Steinen, beschädigten eine Handvoll Bleiglasfenster sowie ein in der Nähe parkendes Auto.

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Versuchte Brandstiftung

Die Täter hatten es auf eine Kirche abgesehen. Die Polizei bittet um Hinweise von Zeugen.

Dieses Mal geschah die Tat wahrscheinlich zwischen dem 25. und 30. Januar. Genauer könne das derzeit nicht gesagt werden, da die Kirche aufgrund der Witterung nicht oft genutzt wird, die Gottesdienste finden im Gemeindehaus statt.

Die Polizei sucht Zeugen: Wer im Umfeld der Kirche Röderau etwas Verdächtiges gesehen hat, meldet das bitte bei der Polizeidirektion Dresden, Telefon 0351 4832233.