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Brandopfer machen Kik zu schaffen

Der Ruf ist durch die schrecklichen Ereignisse in einer Fabrik in Bangladesch mehr als angekratzt. Bei den Zahlen spürt der Konzern aber noch nichts.

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Düsseldorf. Der Inhaber der Tengelmann-Gruppe, zu der auch der Textildiscounter Kik gehört, sieht den Ruf von Kik durch die Brände in asiatischen Bekleidungsfabriken enorm beschädigt. „Für die Reputation ist der Schaden immens“, sagte Karl-Erivan Haub. „Wenn es um die Eröffnung neuer Läden geht, schauen viele Politiker skeptisch auf Kik“, erklärte er.

Zuletzt waren Ende November bei einem Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch, einem früheren Zulieferer von Kik, mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Zuvor hatte es bei einem Feuer in einer Fabrik eines Kik-Lieferanten in Pakistan 259 Todesopfer gegeben.

2013 herrsche Stillstand

Für Tengelmann insgesamt erwartet Haub ein gutes Weihnachtsgeschäft. „Wenn nicht neue Hiobsbotschaften die Kauflaune dämpfen, dürfte es ein ordentliches Weihnachtsgeschäft werden“, sagte er. „Wir rechnen mit einer stabilen Nachfrage bei unseren wichtigsten Vertriebslinien: den Obi-Baumärkten, dem Textildiscounter Kik und den Supermärkten von Kaiser’s und Tengelmann“, erklärte er.

2011 hatte die Unternehmensgruppe Tengelmann einen Umsatz von 10,78 Milliarden Euro erzielt. Für 2013 geht Haub von einem Stillstand der Konjunktur in Deutschland aus. „Ich rechne nicht mit einer Rezession, eher mit einer schwarzen Null“, sagte er. (dapd)