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Brandstifter aus Liebeskummer?

Kriminalpolizei ermittelt einen Görlitzer, der drei Brände legte. Der 40-Jährige sitzt in U-Haft.

Von Ralph Schermann

Ein 40-jähriger Görlitzer sitzt in Untersuchungshaft. Ein Richter stellte den Haftbefehl aus, weil die umfangreiche Arbeit der Kripo keinen anderen Schluss zuließ: Der Mann ist ein mehrfacher Brandstifter.

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Nicht um unbedeutendes Zündeln ging es, sondern um Brände, die die Görlitzer bewegten. Am 10. November 2012 loderten Flammen in einem Mehrfamilienhaus auf der Georg-Ledebour-Straße. Am 5. Juni 2013 brannte ein Wohnhaus auf der Luisenstraße. Am 9. August war der Brandstifter in einem Haus auf der Krölstraße zugange. Schon beim zweiten Fall ließen Spuren die Ermittler ahnen, dass sie es mit einem Serientäter zu tun haben. Nach dem dritten Fall verdichteten sich solche Hinweise. Die jetzige Festnahme bewahrte möglicherweise weitere Görlitzer vor Brandstiftungen. Noch sind die Untersuchungen aber nicht abgeschlossen. Staatsanwalt Till Neumann deutet aber bereits an, dass die Hintergründe der Brandstiftungen in der gescheiterten Beziehung des Tatverdächtigen zu einer Frau liegen könnten. Wegen der drei schweren Brandstiftungen droht dem Beschuldigten jetzt eine Gesamtfreiheitsstrafe, deren Dauer bis zu maximal 15 Jahren betragen kann.

Beim Brand auf der Georg-Ledebour-Straße 4 setzte der Tatverdächtige eine Couch in Brand, während die Mieterin nicht zu Hause war. Die Wohnung wurde völlig zerstört, die Frau kam vorübergehend bei ihrem Sohn unter. Noch schwerwiegender erwies sich der Brand auf der Krölstraße 32. Hier wurde das komplette Wohnhaus einschließlich der Gaststätte „Baumis Eck“ evakuiert. Zwei Zimmer der Dachgeschosswohnung brannten komplett aus, und die Feuerwehr musste nach dem Löschen noch in der Nachbarwohnung und auf dem Dachboden Teile der Decken und der Fußböden öffnen, um an weitere Glutnester zu kommen.