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Brasilien feiert Yellow Cap

Die aus Görlitz stammende Ska-Band war zum sechsten Mal in dem südamerikanischen Land. Dort läuft es immer besser.

© Malkon Stallone Henrique

Von Ingo Kramer

Das Konzert in der brasilianischen Stadt Poços de Caldas wird Kay Natusch so schnell nicht vergessen. An seinem 40. Geburtstag stand der Frontmann von Yellow Cap mit seiner Band auf einer Club-Bühne, auf der Yellow Cap schon oft gespielt haben. „Und plötzlich wurde mir während des Konzertes ein Kuchen auf die Bühne gereicht“, sagt er. Anschließend habe ihm das Publikum ein Geburtstagsständchen gesungen.

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Kein Wunder: Die aus Görlitz stammende Band ist in Brasilien recht bekannt. Jedes Jahr zur Karnevalszeit geht sie in dem südamerikanischen Land auf Tour, jetzt schon zum sechsten Mal. Und es läuft immer besser: „Da, wo wir 2017 erstmals gespielt haben und die Clubs damals halbvoll waren, war nun alles voll.“ Der Club am Strand der 400 000-Einwohner-Stadt Florianópolis im Süden des Landes zum Beispiel war jetzt, im zweiten Anlauf, komplett ausverkauft.

„Und es werden immer mehr Skarnevals“, freut sich Kay Natusch. „Skarneval“ steht für Karneval mit Ska-Musik – ein ideales Konzept für Yellow Cap. Auch das Geburtstagskonzert von Kay Natusch war bei einem Skarneval. Andererseits wird der Tourplan immer voller: „Diesmal haben wir zwölf Konzerte in 14 Tagen gespielt.“ Weil der eigene Keyboarder keine Zeit hatte, ist diesmal der Keyboarder einer anderen Band mitgereist. „Es war super, mit ihm zu arbeiten“, sagt der Frontmann.

Gleich zweimal kam es vor, dass die Band bis 3 Uhr morgens auf der Bühne stand, aber schon sechs Uhr das Flugzeug in die nächste Stadt startete: „Da war gar nichts mit Schlafen.“ Nur einmal hatte die Band anderthalb freie Tage in Trindade: „Das ist ein Dorf mit drei traumhaften Stränden und ursprünglichem Dschungel, der bis an den Strand heranreicht.“ Der Ort lag ohnehin am Weg und so haben Yellow Cap die Zeit dort besonders genossen.

Doch auch da, wo sie zum ersten Mal gespielt haben, lief es gut. In der Stadt Blumenau, die 1850 von deutschen Einwanderern unter Leitung des Apothekers Hermann Blumenau gegründet wurde und die mit ihren zahlreichen Fachwerkhäusern als „der deutsche Ort“ in Brasilien gilt, trafen sie auf viele ältere deutschsprachige Einwohner: „Die Sprache hat sich dort gehalten, weil die Familien Wert darauf gelegt haben.“ Gern hätte die Band noch einen Urlaub drangehangen, doch durch Arbeit und Familien in Deutschland ist das kaum möglich. „Aber wir wollen nächstes Jahr wieder hinfahren“, sagt Kay Natusch.

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