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Brasilien, wir kommen!

Die Görlitzer Ska-Band Yellow Cap fliegt heute zum sechsten Mal nach Südamerika. Dort hat sie immer mehr Anhänger.

© privat

Von Ingo Kramer

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Für Yellow-Cap-Frontmann Kay Natusch ist das, was heute ansteht, „ein bisschen wie nach Hause kommen“: Zum mittlerweile sechsten Mal fliegt die Ska-Band nach Brasilien, auch diesmal wieder zum Karneval. Mit Freude beobachtet Kay Natusch, dass Ska-Musik zum Karneval unter der Bezeichnung „Skarneval“ in dem südamerikanischen Land immer beliebter wird.

„Zuerst haben wir vor ein paar Jahren beim Skarneval in Sao Paulo gespielt“, sagt er. Dieses Jahr sind Yellow Cap beim „Skarneval“ in den Städten Ribeirão Preto, Belo Horizonte und Pocos de Caldas dabei, außerdem beim „Skandalossa“ in Campinas. Und auch sonst merkt die Band, dass sie in Brasilien immer mehr Anhänger hat: Es wird immer leichter, an Auftrittsmöglichkeiten zu gelangen. Wenn sie in einem Club schon einmal gespielt hat, genügt oft ein einziger Anruf, und schon hat sie den nächsten Auftritt sicher.

Vom 1. bis 14. Februar steht sie diesmal jeden Abend auf der Bühne, zuerst zweimal in São Paulo, dann jeden Tag woanders. Nur für den 6. und 7. Februar ist der Kalender noch leer. Aber selbst das kann sich noch ändern. Und noch etwas ist neu: Erstmals tritt die Band in den Städten Itabirito und Blumenau auf. Letztere wurde 1850 von deutschen Einwanderern unter Leitung des Apothekers Hermann Blumenau gegründet und gilt mit ihren zahlreichen Fachwerkhäusern als „der deutsche Ort“ in Brasilien. „Uns erzählen immer alle Brasilianer, dass es in Blumenau so ist wie in Deutschland“, sagt Kay Natusch. Jetzt ist die Band gespannt darauf, herauszufinden, ob dem tatsächlich so ist.

Ganz vollzählig sind Yellow Cap diesmal leider nicht: Keyboarder Peter Moewes und Percussionist Thomas Kühn können aus beruflichen Gründen nicht dabei sein. Stattdessen springt der Keyboarder einer anderen Band ein. Am 16. Februar kehrt die ganze Band zurück. „Noch ein paar Tage Urlaub dranzuhängen, ist leider für keinen von uns drin“, sagt Kay Natusch.

Auch im Rest des Jahres ist viel geplant. Die Band hat sich 1998 in Görlitz gegründet. „Alle Konzerte in diesem Jahr finden deshalb im Rahmen von 20 Jahre Yellow Cap statt“, sagt der Frontmann. Außerdem soll Ende des Jahres ein neues Album erscheinen und schon vorab eine neue Single. Vieles dafür hat die Band schon aufgenommen. Die künstlerische Gestaltung des Covers übernimmt ein Brasilianer, den die Band nun in seiner Heimat treffen wird.