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Breitbandausbau soll Ende des Jahres starten

Der Gemeinderat hat den nächsten Schritt zum schnellen Internet beschlossen. Eine Sorge ist noch immer die Kostenfrage.

© dpa

Von Eric Mittmann

Großweitzschen. Am Dienstag leitete der Gemeinderat Großweitzschen Phase zwei der Beratungsleistungen zum Breitbandausbei ein. Zugleich soll ein Antrag auf Nachfinanzierung vorbereitet und ans Land geschickt werden. Der Grund: Die Kosten für die Beratung übersteigen die bisher erhaltenen Förderungsmittel „gravierend“, wie es Großweitzschens stellvertretender Bürgermeister Jörg Burkert ausdrückte.

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„Die Nachfinanzierung kann zu 100 Prozent gewährt werden“, sagt Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling, der für die Koordination des Projektes verantwortlich ist. Bereits 2016 hatten Großweitzschen, Ostrau und Zschaitz beschlossen, den Breitbandausbau in ihren Gemeinden gemeinsam zu unternehmen. Dazu hatten sie zunächst jeweils 50 000 Euro an Fördermitteln vom Bund erhalten, die eigentlich vollständig die Kosten für die Beratungsphasen eins und zwei decken sollten. Nach Abschluss der ersten Phase liegen diese im Fall von Großweitzschen bereits bei 27 000 Euro.

Mit Beginn der zweiten Phase sollen nun noch einmal 73 000 Euro hinzukommen. „Diese werden wie gesagt vom Land getragen und sind vollständig förderfähig“, so Schilling. Eine schriftliche Bestätigung dafür gibt es zwar noch nicht, aber er vertraue da in den politischen Willen.

Mit den 73 000 Euro sollen Beraterfirmen für die fachtechnische und juristische Begleitung des Projektes engagiert werden, und um zugleich den eigentlichen Ausbau in die Wege zu leiten. Dazu muss der Bau zunächst ausgeschrieben werden. „Ich denke, die Ausschreibung wird im April erfolgen, sodass wir Ende des Jahres mit den Bauarbeiten in Großweitzschen starten können“, schildert Ostraus Bürgermeister das weitere Vorgehen.

Die Kosten für die Baumaßnahmen sollen sich im Fall von Großweitzschen auf weitere 2,7 Millionen Euro belaufen. In Ostrau und Zschaitz sollen es jeweils rund 1,35 Millionen sein. Eine hohe Summe, die auch den Mitgliedern des Gemeinderates Sorgen bereitet. So beklagte Großweitzschens zweiter stellvertretender Bürgermeister Sven Krawczyk die Höhe der bisherigen Ausgaben, während gleichzeitig noch nicht einmal mit den Arbeiten begonnen wurde. „Bezüglich der Baukosten sieht es derzeit so aus, dass 70 Prozent vom Bund und 20 Prozent vom Land getragen werden. Es bleiben also noch zehn Prozent Eigenbeteiligung, wobei ich mir sicher bin, dass wir auch diese gefördert bekommen“, relativiert Schilling.

Dass die Kosten für den Ausbau so unterschiedlich ausfallen, liegt laut Ostraus Bürgermeister daran, dass die Telekom einen Teil des Breitbandausbaus selbst übernimmt, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. „In Ostrau baut die Telekom 70 Prozent aus, in Großweitzschen allerdings nur zehn und in Zschaitz 30. Ich schätze, man muss in diesem Fall berücksichtigen, inwiefern es für die Netzbetreiber finanziell sinnvoll ist“, so Schilling.