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Breite Fußwege für die Johannstadt

Ein Projektbüro sammelt die Ideen der Bürger zum Klima- und Umweltschutz. Diese sollen ab Oktober umgesetzt werden. 

Andrea Schubert, Vorsitzende des Stadtteilvereins Johannstadt, vor dem neu eröffneten Projektbüro. Hier sollen Ideen für eine umweltfreundliche Johannstadt gesammelt werden. © Sven Ellger

Von Isabell Köhler

Die Johannstadt ist ein aufstrebendes Viertel an der Elbe und mit rund 25 000 Einwohnern auch einer der größten Stadtteile Dresdens. Doch dort ist nicht alles ideal. Deshalb hat vor einigen Tagen ein Projektbüro des Vereins Johannstadt eröffnet. In der Pfotenhauerstraße 66 sammelt Andrea Schubert, Vorsitzende, zusammen mit ihren Mitarbeitern die Ideen der Bürger für ein besseres Leben im Stadtteil.

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Im Vordergrund steht aktuell das Projekt der „Nachhaltigen Johannstadt 2025“. Das ist vom Bundesumweltministerium gefördert und soll in den nächsten vier Jahren erarbeitet und umgesetzt werden. Dabei dürfen die Anwohner selbst die Initiative ergreifen. „Wir haben jeden Dienstag und Donnerstag Bürgersprechstunden, wo wir die Wünsche und Ideen der Anwohner sammeln“, sagt Schubert. Beim letzten Treffen waren bereits 77 Anwohner dabei und es wurden schon über 50 Vorschläge zu den Bereichen Wohnen, Mobilität, Konsum und Ernährung zusammengetragen. Dem Bundesumweltamt zufolge sind diese Felder für 90 Prozent des fortschreitenden Klimawandels verantwortlich.

Deshalb sollen ab Oktober diesen Jahres bereits einzelne Projekte modellhaft umgesetzt werden. Besonders wichtig sind den Bewohnern der Johannstadt breite Fuß- und Fahrradwege, um nicht mehr von den Autos gefährdet zu sein. Von Familien werden kostenlose Schülertickets für die öffentlichen Verkehrsmittel gefordert und auch Rabatte zum Reisen mit dem Fahrrad werden erwartet. Zudem wünschen sich viele Johannstädter begrünte Hausdächer. Außerdem wollen die Anwohner mehr Auswahl an regionalen und saisonalen Lebensmitteln in den Läden und Restaurants haben. Für die schnellstmögliche Umsetzung arbeitet der Stadtteilverein mit der Verbraucherzentrale Sachsen und den Dresdner Verkehrsbetrieben sowie dem Verein Nahhaft zusammen.

„Im Projektbüro haben nun alle Mitarbeiter Platz und es können Workshops veranstaltet werden“, sagt Schubert. Außerdem befindet sich im hinteren Teil des Büros ein Leihladen für Elektronik, wo zum Beispiel Schreibtischlampen ausgeliehen werden können. Auch Gruna und Pieschen-Süd haben bereits ähnliche Projekte gestartet, um die Umwelt künftig besser zu schützen. Das sollen Vorbilder für andere Stadtteile sein, die angeregt werden ihre Umwelt in Zukunft auch klimafreundlicher zu gestalten.