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Politik

Brexit-Gespräche zum Scheitern verurteilt?

Einem Bericht zufolge hält die britische Regierung nach einem Telefonat zwischen Premier Johnson mit Kanzlerin Merkel eine Einigung mit der EU für unwahrscheinlich.

Ein Anti-Brexit-Protestierender steht gegenüber dem Parlament Großbritanniens in London. Er trägt eine schottische Flagge mit Sternen der EU-Fahne auf dem Rücken.
Ein Anti-Brexit-Protestierender steht gegenüber dem Parlament Großbritanniens in London. Er trägt eine schottische Flagge mit Sternen der EU-Fahne auf dem Rücken. © Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

London. Die britische Regierung glaubt einem Bericht zufolge nicht mehr an einen Erfolg der Gespräche über ein EU-Austrittsabkommen. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die der britische Sender Sky News am Dienstag aus Regierungskreisen erhalten haben will - und deren Echtheit der Deutschen Presse-Agentur vom Regierungssitz Downing Street bestätigt wurde.

Die Mitteilung nimmt Bezug auf ein Telefonat der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Premierminister Boris Johnson am Morgen. In der Mitteilung heißt es, die EU habe eine neue Position bezogen. Merkel habe deutlich gemacht, dass ein Abkommen unwahrscheinlich sei und dass Großbritannien die Staatengemeinschaft nur verlassen könne, wenn Nordirland dauerhaft in der Europäischen Zollunion und dem Binnenmarkt verbleibe.

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"Wenn das eine neue, etablierte Position ist, dann bedeutet das, dass ein Abkommen prinzipiell unmöglich ist, nicht nur jetzt, sondern immer", hieß es in der Mitteilung.

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, bestätigte lediglich, dass das Telefonat stattgefunden hat. Zu den Inhalten äußerte er sich aber nicht. "Wie üblich berichten wir aus solchen vertraulichen Gesprächen nicht", teilte er der dpa auf Anfrage mit. (dpa) 

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