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Bischofswerda

Brexit schlägt auf die Stimmung bei Trumpf

Die Firmengruppe, die auch ein Werk in Neukirch hat,  verbuchte erneut ein deutliches Umsatzplus. Doch die Konjunktur trübt sich ein, heißt es.

Die Trumpf-Gruppe erzielte zum Abschluss des Geschäftsjahres eine Umsatzsteigerung.
Die Trumpf-Gruppe erzielte zum Abschluss des Geschäftsjahres eine Umsatzsteigerung. © SZ/Uwe Soeder

Ditzingen/Neukirch. Die Trumpf-Gruppe erzielte zum Abschluss des Geschäftsjahres 2018/19 am 30. Juni 2019 eine Umsatzsteigerung von rund sechs Prozent. Nach vorläufigen Berechnungen beläuft sich der Wert auf 3,8 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2017/18: 3,6 Milliarden Euro), teilt die Konzernzentrale im schwäbischen Ditzingen mit. Der Auftragseingang ging auf 3,7 Milliarden Euro zurück (Geschäftsjahr 2017/18: 3,8 Milliarden Euro). Zu dem weltweit agierenden Hochtechnologieunternehmen gehört der Werkzeugmaschinenproduzent Trumpf Sachsen GmbH Neukirch. Der Betrieb ist größter Arbeitgeber im produzierenden Bereich im Raum Bischofswerda-Neukirch.

Nach Deutschland mit etwa 730 Millionen Euro Umsatz sind die USA mit etwa 545 Millionen Euro sowie die Niederlande mit rund 460 Millionen Euro die größten Einzelmärkte der Trumpf-Gruppe, gefolgt von China mit 415 Millionen Euro. Neben einem hohen Auftragsbestand aus dem Vorjahr sei die gute Entwicklung vor allem dem Ausbau des EUV-Geschäfts zu verdanken, heißt es. EUV steht für extrem ultraviolette Strahlung, mit der Laser die Oberflächen von Computerchips belichten.

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Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Gruppengeschäftsführung von Trumpf: „Die Konjunktur hat sich eingetrübt. Das zeigt sich bei uns im Auftragseingang deutlich in beiden Geschäftsbereichen Werkzeugmaschinen und Lasertechnik. Eine Ausnahme bilden derzeit nur wenige Geschäftsfelder wie EUV oder die Elektronik.“ Die Ursachen für den Auftragsrückgang sieht man unter anderem im anhaltenden Handelsstreit zwischen China und den USA, der Unsicherheit des Brexit, dem Strukturwandel in der Automobilindustrie sowie einer abkühlenden Konjunktur in China. „Diese Unsicherheiten sind Gift für Investitionen, gerade kleinere Kunden stellen auch deshalb Neuanschaffungen zurück“, erklärte die Trumpf-Chefin.

Die Zahl der Mitarbeiter wuchs im vergangenen Geschäftsjahr weltweit um acht. Prozent auf rund 14 500. In Deutschland beschäftigt Trumpf mehr als 7 400 Mitarbeiter, davon etwa 450 am Standort Neukirch. Angaben zu den Einzelgesellschaften der Firmengruppe, wie dem Neukircher Werk, können erst bei der Vorlage der endgültigen Zahlen und des Geschäftsberichts Ende Oktober bekannt gegeben werden, sagte ein Unternehmenssprecher. (SZ)