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Bronze für den Umsteiger

Für den vierten EM-Titel in Folge reicht es für David Storl zwar nicht, dennoch ist er zufrieden.

Die Bronzemedaille von David Storl schimmerte zumindest ein bisschen golden. Platz drei in einem hochklassigen Kugelstoßwettbewerb bestätigte den 28-Jährigen auf seinem neu eingeschlagenen Weg und gibt Rückenwind auf dem Weg zum großen Ziel Olympia 2020 in Tokio – auch wenn seine beeindruckende Serie von drei EM-Titeln riss.

„Wenn man die letzten Jahre nimmt, geht der Trend nach oben. Silber bei der Hallen-WM und jetzt Bronze sind erst mal wieder Medaillen“, sagte Storl: „Nach denen wird abgerechnet. Von daher bin ich damit voll zufrieden.“ Auf 21,41 Meter hatte Storl seine Kugel gewuchtet. Mit der gleichen Weite hatte er 2014 noch den Titel gewonnen, er ist nun der beste Dritte der EM-Geschichte. Dennoch: Völlig zufrieden war Storl, der mit einer Saisonbestleistung von 21,62 Meter angereist war, nicht: „Es hat nicht ganz zusammengepasst.“

Storl weiß allerdings auch, welchen Weg er in den letzten beiden Jahren zurückgelegt hat. Denn sowohl Olympia 2016 mit Platz sieben als auch die WM 2017 mit Rang zehn waren alles andere als zufriedenstellend. Dazu plagten ihn Knieprobleme, die er lange nicht in den Griff bekam.

Doch Storl ging ins Risiko. Er trennte sich von seinem langjährigen Trainer Sven Lang, probierte etwas Neues und wechselte zu Wilko Schaa. Bisher zahlte es sich aus. Mit neuer Trainingsmethodik bekamen beide die Knieprobleme in den Griff, die Grundlage für seinen neuen Angriff auf die Weltspitze. Stück für Stück will er sich herantasten. Denn weltweit ist die Konkurrenz noch einmal deutlich stärker als in Europa, vor allem die US-Amerikaner stoßen regelmäßig über 22 Meter. Dorthin soll es auch wieder für Storl gehen, denn eines fehlt ihm noch in seiner Sammlung: Olympiagold. (sid)