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Bauen und Wohnen

Brot selber backen liegt voll im Trend

Jeder kennt den leckeren und herrlichen Duft von frischem Brot, wenn man eine Bäckerei betritt. 

© fancycrave1

Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass viele Menschen gerne Backwaren kaufen, ob beim regionalen Bäcker oder in der SB-Bäckerei. Doch nicht immer muss man Brot kaufen. Viele Menschen legen selbst Hand an und produzieren ihr eigenes Brot zuhause.

Wie backt man Brot selber?

Um Brot zuhause selbst herstellen zu können, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Jeder davon hat Vor- und Nachteile, das Ergebnis ist aber allen gleichermaßen positiv: Man erhält frisches selbst gemachtes Brot.

Die Grundzutaten für Brot sind fast immer die gleichen. Man benötigt Mehl, Hefe, Salz, Zucker und lauwarmes Wasser. Mit weiteren Zutaten wie Kernen, Nüssen, getrockneten Tomaten, trockenen Kräutern oder auch Röstzwiebeln lässt sich der Teig verfeinern und man kann seine ganz eigenen Brotsorten kreieren.

Für den Grundteig lässt man die frische Hefe im Wasser quellen, bis sie sich ganz aufgelöst hat. Anschließend füllt man das Mehl in eine große Schüssel und gießt vorsichtig das Hefewasser mit den restlichen Zutaten dazu. Dann muss man das Gemisch nur noch kneten. Besonders komfortabel erledigen Küchenmaschinen mit Knethaken diese Arbeit. Aber auch klassisch per Hand kann man die Zutaten zu einem Teig kneten. Dabei sollte man die Hände immer wieder mit Mehl bestäuben, damit der flüssige Teig nicht kleben bleibt.

Die Herstellung von Brot benötigt Geduld! Deshalb ist das Gehenlassen des Teigs nach dem Kneten besonders wichtig. Mindestens 40 Minuten sollte man für einen Hefeteig dafür einplanen, bevor das Brot gebacken werden kann. Dabei sollte der Teig am besten mit einem Geschirrhandtuch in der Schüssel zugedeckt ruhen. Nach dem Gehenlassen wird der Teig vor dem Backvorgang noch einmal gut geknetet.

Brot Zubereitung im Backofen

Einen Backofen findet man heutzutage fast in jedem deutschen Haushalt. Die meisten Öfen werden dabei mit Gas oder Strom betrieben. Nur in älteren Häusern gibt es noch Holzöfen, die gleichzeitig zum Kochen und Heizen der Wohnräume genutzt werden.

Nutzt man einen E-Backofen sind zum Brotbacken 200 Grad optimal. Bei einem Umluft-Ofen reichen hingegen 175 Grad. Gasöfen sollten auf Stufe 3 gestellt werden.

Den Teig legt man auf Backpapier aus, damit dieser nicht verklebt. Ebenso ist es sinnvoll die Brotoberfläche mit einem Messer mehrfach einzuschneiden. Viele Hausfrauen stellen zudem eine kleine hitzefeste Schüssel mit Wasser in den Ofen. So verliert der Teig beim Backen nicht zu viel Feuchtigkeit und das Brot wird am Ende schön locker.

Brotbackautomaten erleichtern die Arbeit

Eine Alternative zum Backofen ist der Brotbackautomat. Jedes Modell unterscheidet sich dabei in Größe, Schnelligkeit und unterschiedlichen Brotbackprogrammen. Die Brotgröße variiert dabei zwischen 500 bis 1000 g. Sucht man nach einem Brotbackautomat Test wird man im Internet fündig. Eine gute Übersicht zu bestehenden Brotbackautomat Testberichten finden Sie hier.

Besonders wichtig bei einem Brotbackautomaten ist die antihaft-beschichtete Backform, damit der Teig nicht verklebt. Viele Automaten kneten auch gleichzeitig den Teig bei der Brotherstellung, so dass man sich diesen manuellen Schritt spart.

Deutsche und ihr Brot

Die Deutschen sind ein wahres Brotvolk. In keinem anderen Land gibt es so viele verschiedene Backwaren wie bei uns. Statistisch gesehen ist das Mischbrot der Liebling aller Deutschen. In dieser Grafik sehen Sie welche Brotsorten sonst noch sehr beliebt sind.

Ein Fünftel der Deutschen bevorzugen immer noch den Toast, der auch in den USA weit verbreitet ist. Schwarz- und Vollkornbrote sind hingegen nur mittelmäßig beliebt, obwohl sie gesünder sind, als Brotsorten aus hellem Mehl. Schlusslicht ist hingegen das Dinkelbrot, das überwiegend bei Veganern und Vegetariern begehrt ist.

Zudem kaufen immer mehr Deutsche ihr Brot bei Discountern, so dass viele klassische Bäckereien ihr Handwerk aufgeben müssen und somit auch der Anteil der Auszubildenden im Backhandwerk in den letzten Jahren zurückging.

Woher kommt die Lust am selber backen?

Seitdem sich der Mensch vom Jäger zum sesshaften Bauern gewandelt hat und begann Getreide anzubauen, wurde Brot zu einem Kulturgut in der Ernährungsgeschichte der Menschheit.

Zwischenzeitlich gingen die Brotraten zurück, was vor allem auf die Low Carb Bewegung zurückzuführen war. Doch mittlerweile liegt vor allem das Selberbacken bei jungen Menschen voll im Trend wie es in diesem Beitrag geschildert wird. Die Gründe dafür sind vielseitig. Zum einen erfreut das Brothandwerk in der Freizeit viele Menschen, die das Essen durch Kneten, Vermengen von Zutaten und schließlich den Backvorgang selber herstellen und die einzelnen Zutaten bei der Herstellung mit den Händen „spüren“ möchten.

Auf der anderen Seite weiß man beim Selberbacken genau, was drin ist und kann die Zutaten dem eigenen Geschmack anpassen. Besonders Menschen mit einer Lebensmittelunverträglichkeit (wie beispielsweise Gluten) können so die Zutaten selber bestimmen.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der externen Redakteurin Tanja Schuler.

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