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Brückenauffahrt ist nun einspurig

Nach mehreren Unfällen reagiert die Stadt: Die Zufahrt zur Neustädter Seite der Marienbrücke ist jetzt nur noch auf einer Spur möglich.

© Sven Ellger

Dresden. Plötzlich ist bei der Neustädter Auffahrt zur Marienbrücke eine Spur weg. Frisch gezogene Sperrstreifen sind aufgebracht. Feste aufgebrachte Warnbaken verhindern das Weiterfahren auf der Spur. So heißt es vor der Brücke nun, sich im Reißverschlussverfahren einzuordnen.

Neue Poller an der Marienbrücke

Die Fahrbahn der Marienbrücke für Autofahrer auf der Neustädter Seite ist jetzt einspurig. Foto: Sven Ellger
Die Fahrbahn der Marienbrücke für Autofahrer auf der Neustädter Seite ist jetzt einspurig. Foto: Sven Ellger
Die Fahrbahn der Marienbrücke für Autofahrer auf der Neustädter Seite ist jetzt einspurig. Foto: Sven Ellger
Die Fahrbahn der Marienbrücke für Autofahrer auf der Neustädter Seite ist jetzt einspurig. Foto: Sven Ellger
Die Fahrbahn der Marienbrücke für Autofahrer auf der Neustädter Seite ist jetzt einspurig. Foto: Sven Ellger
Die Fahrbahn der Marienbrücke für Autofahrer auf der Neustädter Seite ist jetzt einspurig. Foto: Sven Ellger
Die Fahrbahn der Marienbrücke für Autofahrer auf der Neustädter Seite ist jetzt einspurig. Foto: Sven Ellger
Die Fahrbahn der Marienbrücke für Autofahrer auf der Neustädter Seite ist jetzt einspurig. Foto: Sven Ellger
Die Fahrbahn der Marienbrücke für Autofahrer auf der Neustädter Seite ist jetzt einspurig. Foto: Sven Ellger
Die Fahrbahn der Marienbrücke für Autofahrer auf der Neustädter Seite ist jetzt einspurig. Foto: Sven Ellger
Die Fahrbahn der Marienbrücke für Autofahrer auf der Neustädter Seite ist jetzt einspurig. Foto: Sven Ellger
Die Fahrbahn der Marienbrücke für Autofahrer auf der Neustädter Seite ist jetzt einspurig. Foto: Sven Ellger

Gestern nahmen es die meisten Autofahrer gelassen. Cornelia Kuntke beispielsweise nutzt die Strecke täglich zur Arbeit. „Es war eine kurze Umstellung. Aber ich finde es in Ordnung, wenn das der Sicherheit dient“, sagt sie. Jeanette Pudeck hingegen ärgert sich schon über die neuen Einschränkungen: „Das war immer meine Spur, die nun weg ist.“ Ein anderer Dresdner Autofahrer kritisiert, dass man die neue Verkehrsregelung viel zu spät sieht. Damit steige die Unfallgefahr, zumindest vor ihm hätte es beinahe gekracht.

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Die Ferienzeit, und damit weniger Verkehr auf den Straßen, macht sich bemerkbar. So blieben gestern größere Staus aus. Das wird sich in den nächsten Wochen sicherlich ändern, wenn der Schulalltag wieder beginnt. Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz hat die Sperrung bereits vor einem reichlichen Monat angekündigt. Nun hat er sie wahr gemacht. Die linke Spur vor der Kurve ist gesperrt. Sie wird deutlich später auf das Straßenbahngleis geführt als zuvor. Erst einige Meter hinter der Brückenauffahrt können die Autofahrer wieder zweispurig fahren und sich an der Haltestelle Kongresszentrum in die Geradeausspur in die Könneritzstraße und in die Rechtsabbiegespur zur Magdeburger Straße einordnen.

Koettnitz reagiert damit auf die zahlreichen Unfälle. Mehr als 30-mal hat es in den vergangenen Jahren an der Brückenauffahrt gekracht. Besonders gefährlich wird es bei Nässe, wenn sich die Autofahrer dann nicht an die vorgeschriebene Begrenzung auf Tempo 30 halten. Der Gesamtschaden liege bei über 450 000 Euro. Für jede einzelne Reparatur waren im Durchschnitt 15 000 bis 20 000 Euro erforderlich, hatte Koettnitz in einem SZ-Interview Ende Juni vorgerechnet. Wenn der Unfallverursacher bekannt ist, hat sich die Stadt das Geld für die Reparatur der Geländer von den Autoversicherungen zurückgeholt.

Reinhard Koettnitz schließt nicht aus, dass es in Zukunft auf der Marienbrücke häufiger zu Staus kommen wird. Aber das müsse man hinnehmen. Er sagt: „Ganz klar: Sicherheit geht vor Flüssigkeit im Verkehr.“ Es bleibe keine andere Wahl.

Die Straßenbahnen dürften von der neuen Regelung profitieren. Allerdings missachteten gestern auch einige Autofahrer die neuen Beschränkungen und fuhren über die Sperrlinien. (SZ/two)