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Brückenneubau hat begonnen

Die alte Brücke über die Zschopau ist noch gar nicht weg, da wird schon am Pfeiler für die neue gebaut.

© Dietmar Thomas

Von Sylvia Mende und Jens Hoyer

Döbeln. Die Zschopaubrücke der B 175 in Töpeln ist eines der baubedingten Nadelöhre, durch die sich der Verkehr derzeit in Döbeln zwängen muss. Tausende Fahrzeuge fahren seit Mai jeden Tag über eine einspurige Behelfsbrücke an der Baustelle vorbei, auf der es sichtbar vorwärts geht. Wenn auch nicht ganz so schnell, wie es sich der Bauherr, das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), vorher ausgerechnet hatte. Unerwartet waren im Erdreich die Fundamente für Traggerüste aufgetaucht, die man beim Bau der alten Brücke in den 80-er Jahren einfach im Boden gelassen hatte. Auch seien die Umverlegearbeiten der in der Brücke befindlichen Medien deutlich umfangreicher und komplexer gewesen, als das erwartet wurde, so die Pressesprecherin des Lasuv Isabel Siebert. Die zeitliche Verzögerung betrage derzeit etwa fünf Wochen.

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Danny Irmscher und Christian Kahlert hatten die Schalung für den Pfeiler schon im Bauhof der Firma Baulogistik Döbeln vormontiert.
Danny Irmscher und Christian Kahlert hatten die Schalung für den Pfeiler schon im Bauhof der Firma Baulogistik Döbeln vormontiert. © Dietmar Thomas

Ganz abgerissen ist die alte Zschopaubrücke noch nicht. Ein Teil steht samt einem Pfeiler noch über dem Fluss, der für das Bauvorhaben halb zugeschüttet wurde. Nachdem die Fischschonzeit im Juni endete, soll auch dieser Teil der Brücke abgerissen werden. Parallel dazu erfolgt aber schon der Bau der neuen Brücke.

In den vergangenen Wochen hatten die Mitarbeiter der Firma Baulogistik Döbeln, die den Abriss und den Neubau ausführt, bereits die Vorbereitungen für den Wiederaufbau getroffen – und zwar einige Kilometer entfernt von der eigentlichen Baustelle. Auf dem Bauhof im Rößchengrund war die Schalung für den ersten Betonpfeiler vormontiert worden. Sie wurde mittlerweile auf die Baustelle transportiert und über dem neuen Fundament aufgestellt.

Wie die alte Brücke wird auch die neue von zwei Pfeilern abgefangen, die inklusive Fundamenten rund acht und zehn Meter hoch sind. Nach dem Aufbau der Schalung und dem Einbau des Bewehrungsstahls wird der erste Pfeiler gegossen und auch das westliche Widerlager hergestellt. Nach vollständigem Abbruch der alten Brücke erfolge die Herstellung des zweiten Pfeilers und des östlichen Widerlagers, so Isabel Siebert. „Für den Neubau der Brücke werden insgesamt rund 1 900 Kubikmeter Beton, davon rund 300 Kubikmeter für Pfeiler und Gründung, benötigt.“