Großenhain
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Brunnen Walda bleibt erhalten

Allerdings soll der Brunnen nicht mehr mit Wasser betrieben werden. Damit soll der Verfall aufgehalten werden.

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Wird im Winter zum Frostschutz eingehaust: der Brunnen Walda.
Wird im Winter zum Frostschutz eingehaust: der Brunnen Walda. © Kristin Richter

Großenhain. Bereits mehrfach war der veralgte und gerissene Brunnen auf dem Dorfplatz in Walda Gegenstand von Diskussionen im Ortschaftsrat sowie in der Öffentlichkeit. Der Brunnen wurde 1995 durch den Baudaer Keramiker Gert Mehnert und den Waldaer Künstler Gunter Augsten mit Motiven des Ortsteiles gestaltet. 

Wie ein auf Keramik spezialisierter Restaurator im Auftrag der Stadtverwaltung nun feststellte, führte der Betrieb als Brunnen in den vergangenen Jahrzehnten zu einer permanenten Übersättigung mit Wasser der aus grobkörnigem Ziegelton gebrannten Skulptur. Dies verursachte eine regelmäßige und starke Veralgung, aber auch Frostabsprengungen und Abplatzungen. Eine später aufgebrachte Schutzschicht aus Chlorkautschukfarbe hat diesen Prozess leider nur beschleunigt. 

Wenn die Plastik der Tonfigur erhalten werden soll, sind in jedem Fall ein ständiges Austrocknen und damit die dauerhafte Einstellung des Brunnenbetriebes erforderlich. Eine Restaurierung der Tonplastik ist aufgrund des verwendeten Ausgangsmaterials wirtschaftlich nicht angemessen, da es auch keine dauerhafte Stabilisierung des Zerfalls- und Verwitterungsprozesses garantiert. 

Aus diesem Grund hat die Stadtverwaltung nach Abstimmung mit dem Ortschaftsrat beschlossen, dass der Brunnen ab sofort nicht mehr mit Wasser betrieben wird, sondern nur noch als Plastik wirken soll. (SZ)