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Brutale Räuber auf der Flucht

Ein Unternehmer und sein Kollege wurden am Stadtgraben in Görlitz Opfer eines Überfalls. Die Suche nach den Tätern dauert an.

© DaniloDittrich

Von Matthias Klaus

Görlitz. Das Metalltor an dem Grundstück am Stadtgraben ist mit einer dicken Eisenkette gesichert. Zwei Vorhängeschlösser daran sollen ungebetenen Gästen den Zutritt unmöglich machen oder zumindest erschweren. Auf dem Hof des Autohandels und -verwerters am Stadtgraben ist niemand zu sehen. Donnerstagnachmittag sah das noch ganz anders aus: Da waren hier die Polizei und Rettungskräfte im Einsatz. Zwei Unbekannte hatten den Unternehmer und einen Mitarbeiter überfallen.

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Mit einer Waffe, oder wie es die Polizei beschreibt, einem „pistolenähnlichen Gegenstand“ hatten die Täter den 63-jährigen Chef und seinen 72-jährigen Kollegen bedroht. Aber das reichte den Räubern offensichtlich nicht, sie setzten schließlich auf körperliche Gewalt. Die Räuber schlugen den beiden Männern ins Gesicht, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen. Und die hieß: Bargeld. Schwere Gesichts- und Kopfverletzungen der beiden Männer vom Hof waren das Ergebnis. „In der Folge durchsuchten die Unbekannten die Räumlichkeiten sowie die Geschädigten, fanden eine Geldbörse und entwendeten diese“, heißt es von der Polizei. Anschließend seien die Täter in eine unbekannte Richtung geflohen. Wohin und womit, mit Auto oder zu Fuß, das konnte die Polizei am Freitagnachmittag auch noch nicht sagen. Nach SZ-Informationen konnten die beiden Geschädigten selbst noch die Polizei rufen. Sie wurden mit einem Rettungswagen zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Bisher gibt es aber offenbar keine Spur von den Tätern. „Die Ermittlungen laufen noch“, sagt Thomas Knaup, Sprecher der Polizeidirektion Görlitz. Nach jüngsten Erkenntnissen sollen die beiden Täter deutsch gesprochen und rote Masken getragen haben.

Das Gelände, auf dem die Tat geschah, ist relativ abgelegen. Es liegt zwischen der Bahnstrecke nach Löbau und Dresden, der Wiesbadener Straße und der Bundesstraße 6. In näherer Umgebung befinden sich Kleingärten. Dort hat man von den Geschehnissen am frühen Donnerstagabend offensichtlich nichts mitbekommen. „Schrecklich, dass so etwas hier passiert“, sagt eine Fahrradfahrerin. Sie hoffe, dass die Täter nun so schnell wie möglich geschnappt werden.