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Buddhistische Grabstätte geweiht

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Auf dem Heidefriedhof gibt es ab sofort die erste buddhistische Grabstätte Ostdeutschlands. Sie steht Buddhisten aller Nationalitäten und Glaubensschulen offen.

Dresden. Als erste Einrichtung dieser Art in Ostdeutschland ist in Dresden eine buddhistische Grabstätte geweiht worden. An der feierlichen Zeremonie auf dem Heidefriedhof der sächsischen Landeshauptstadt nahmen am Sonntag mehrere Hundert Menschen teil. Sie wurde von Mönchen und Nonnen aus Asien und Europa zelebriert.

Zum ersten Mal in der fast 1000-jährigen Geschichte Sachsens wurde eine buddhistische Grabstätte geweiht. © dpa
Die Stadt hat dafür 2000 Quadratmeter unberührte Fläche zur Verfügung gestellt, die auch mit Spenden der buddhistischen Weltgemeinde gestaltet wurde. © dpa

Die Begräbnisstätte stehe für Buddhisten aller Nationalitäten und Glaubensschulen offen, sagte der Sprecher des Vietnamesisch Buddhistischen Kulturzentrums in Sachsen, Hoang Thanh An.

Die Weihe der Grabstätte auf einem öffentlichen Friedhof, auf dem seit einigen Jahren auch Muslime nach ihren Glaubensregeln beigesetzt werden können, sieht der Verein als hoffnungsfrohes Zeichen für „interreligiöses Zusammenleben in Frieden“ und „Völkerverständigung. Außerdem sei sie ein Symbol, dass viele der etwa 12 000 in Sachsen lebenden Vietnamesen hier ihre Heimat gefunden hätten.

Das 2000 Quadratmeter große, bis dato weitgehend unberührte Areal auf dem Heidefriedhof hatte die Stadt zur Verfügung gestellt. Es wurde nach der buddhistischen Lehre gestaltet. Im Zentrum steht eine rund 10 Tonnen schwere Buddha-Statue aus Granit. Davon ab gehen acht Wege, die die Speichen des buddhistischen Lehrrades symbolisieren.

Unter den in Sachsen teils schon in fünfter Generation lebenden Vietnamesen bezeichnen sich nach Angaben des Vereins 80 Prozent als Buddhisten oder fühlen sich der Religion verbunden. (dpa)