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Bücher sind „in“

Die Kamenzer Bibliothek Gotthold Ephraim Lessing freut sich wieder über sehr gute Nutzerzahlen.

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Kamenz. Täglich zwischen 70 und 100 Besucher, mehr als 800 Entleihungen sowie allerlei verschiedene Anfragen – die Stadtbibliothek in Kamenz ist kein antiquierter oder gar einsamer Ort. Sowohl die rund 30 000 klassischen als auch die 17 000 elektronischen Medien werden bestens genutzt. Im vergangenen Jahr ist jedes Buch, Hörbuch, Spiel, jede Zeitschrift, DVD oder Musik-CD viermal verliehen worden. Das sind insgesamt 118 708 Exemplare.

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Obwohl ein leichter Zuwachs bei den E-Books zu beobachten ist, beträgt ihr Anteil lediglich fünf Prozent. Einige Menschen denken vielleicht, man steuert auf eine papierlose Zeit zu. Aber gegenwärtig prägt das altvertraute Buch noch das Lese-Verhalten. Jeder Bibliotheksnutzer in Kamenz hat 2017 durchschnittlich 60 Medien entliehen. Zu den Top-Titeln gehörten Romane von Sebastian Fitzek, Iny Lorentz oder Jojo Moyes sowie Ratgeber und Sachbücher wie „Das geheime Leben der Bäume“ von Peter Wohlleben oder „Das Pubertier“ von Jan Weiler. Bei den Kindern war alles über Fahrzeuge, Saurier und Prinzessinnen begehrt. Sie lieben den Drachen Kokosnuss und Gregs Tagebücher.

Die 113 Jugendlichen, die am Buchsommer teilnahmen, bevorzugten Fantasy und Spannung. Warum, trotz vieler Unkenrufe, so viel gelesen wird? Der Schriftsteller Andreas Steindörfel gab in seiner Dresdner Rede darauf eine Antwort: „Lesen bedeutet immer auch: Spracherwerb. Spracherwerb bedeutet: die Fähigkeit erlangen, sich differenziert und verständlich ausdrücken zu können. Je differenzierter umso verständlicher, umso erfolgreicher. Ohne Sprache kein Diskurs“. Deshalb widmete sich die Kamenzer Bibliothek auch 2017 intensiv der Leseförderung und führte 79 Veranstaltungen, insbesondere für Kindergärten und Schulen durch. Der Rückgang der Kamenzer Bevölkerungszahl spiegelte sich 2017 in der Bibliotheksstatistik erfreulicherweise nicht wieder. Im Gegenteil: Es gab ein leichtes Plus.

Spiele und Zeitschriften

Insgesamt besaßen elf Prozent der Einwohner einen Bibliotheksausweis. Das waren 1 864 Personen und damit zehn mehr als im Vorjahr. Davon waren 54 Prozent Erwachsene, 26 Prozent Kinder bis zwölf Jahre und 20 Prozent Jugendliche. Knapp die Hälfte der Bibliotheksnutzer kam aus Schönteichen, dem Haselbachtal und Elstra sowie aus den sorbischen Dörfern von Panschwitz über Crostwitz, Räckelwitz bis Ralbitz. Was die Menschen an der Bibliothek schätzen, sind nicht nur topaktuelle Bücher oder angesagte Spiele wie „Kakerlakak“ und „Lego Star Wars“ oder die 70 Zeitschriftenabonnements oder die „Bravo-Hits“ oder Filme von „Bibi & Tina“. Bibliotheken stehen durch Share-Economy für einen modernen, nachhaltigen Lebensstil und durch fachliche Kompetenz für die persönliche Entfaltung der Bürger. Außerdem kann man hier „einfach sein“, ohne etwas Bestimmtes tun oder kaufen zu müssen.

Die Kamenzer Stadtbibliothek will 2018 weiterhin für attraktive Neuerwerbungen, darunter die Spiegel-Bestseller, sorgen und mit Fachliteratur sowie Online-Portalen, wie Schüler-Duden, Brockhaus und Presse-Datenbank, lebenslanges Lernen unterstützen. Denn nur wenige Menschen können sich hunderte Euro für Qualitäts- und personalisierte Informationen leisten. Außerdem wird ein zusätzlicher Benutzer-Arbeitsplatz eingerichtet und das Thema Gaming in den Blickpunkt rücken. Die Bibliothek im Lessinghaus gehört zu den 177 kommunalen Bibliotheken im Freistaat Sachsen, die hauptamtlich betrieben werden. (PR)