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Bühne frei für drei neue Talente

Acht Schiller-Schüler kämpften um einen Platz im Team vom Theaterverein. Ihr Können mussten sie aber erst beweisen.

© privat

Von Katarina Gust

Neustadt. Der Theaterverein „Schillers Schüler“ an der Friedrich-Schiller-Oberschule in Neustadt hat neue Talente gesucht – und auch gefunden. Bei einem Casting in der vergangenen Woche traten insgesamt acht Mädchen und Jungen gegeneinander an. Damit die Schüler wissen, was auf sie zu kommt, stattete der Vereinsvorstand zuvor den 5. Klassen einen Besuch ab. Die Profis erzählten den Schülern dabei, was die Schauspieler unternehmen, welche Rechte und Pflichten sie haben, was Spaß macht und was harte Arbeit ist. Acht Jungen und Mädchen der 5. bis 7. Klasse standen schließlich einer Castingjury gegenüber. Seit Tagen schon hatten sich die Kandidaten auf diesen Tag vorbereitet. Sie hatten ein selbst gewähltes Gedicht dabei, das sie vortragen mussten. Und die Neuen waren wirklich gut, wie Theaterleiter Torsten Schlegel erzählt. „Auch wenn bei manchem die Aufregung deutlich zu spüren war, sie schlugen sich wacker, schon beim ersten Gedichtvortrag“, sagt er. Die Kandidaten mussten anschließend bei einem Situationsspiel eine alltägliche Situation nachspielen, zum Beispiel ein Regal aufbauen oder das Liebesgeständnis für die Freundin vor dem Spiegel üben. Die Theaterprofis nutzten den Moment, um die Jungen und Mädchen zu testen. Wie reagieren sie, wenn die „alten Bühnenhasen“ unangemeldet ins Geschehen eingreifen? Das Ergebnis hat Jury und Publikum begeistert. „Es gab Szenenapplaus nach jedem kleinen Spiel“, erinnert sich Schlegel. In der dritten Prüfung mussten die Kandidaten eine kleine Szene erarbeiten, einstudieren und vorspielen. Dann war die Jury dran. Sie musste entscheiden, wer künftig mit auf der Bühne stehen darf. Alle acht konnten sie jedoch nicht mitnehmen.

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Nach langer Diskussion einigten sie sich, drei Kandidaten ins Schauspielerteam aufzunehmen – Vivien Reinold, Axel Vladika und Richard Lahn. Für sie beginnt jetzt die Zeit der Proben. „Schon bald sollen sie an dem Ort stehen, von dem so viele träumen: auf den Brettern, die die Welt bedeuten“, kündigt Torsten Schlegel an.

Die neue Inszenierung soll im Mai aufgeführt werden. Es ist ein aktuelles Stück nach Texten der dänischen Autorin Janne Teller, deren Jugendbuch „Nichts“ Schillers Schüler schon vor zwei Jahren auf die Bühne gebracht hatten.