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Bautzen

Bürger Bündnis fordert Entschuldigung

Die Wählervereinigung kritisiert den Bautzener Grünen-Stadtrat Glaus Gruhl. Hintergrund ist eine Äußerung des Politikers bei Twitter.

Grünen-Stadtrat Claus Gruhl wird eine Diskussion um die Kandidatur des Bautzener Oberbürgermeisters für den SPD-Bundesvorsitz kritisiert.
Grünen-Stadtrat Claus Gruhl wird eine Diskussion um die Kandidatur des Bautzener Oberbürgermeisters für den SPD-Bundesvorsitz kritisiert. © Steffen Unger

Bautzen. Muss sich Grünen-Stadtrat Claus Gruhl bei Finanzbürgermeister Robert Böhmer entschuldigen? Das Bürger Bündnis Bautzen fordert dies, der Grünen-Stadtrat selbst weist die Forderung zurück. Anlass der Diskussion ist eine Äußerung bei Twitter. Claus Gruhl hatte dort die Entscheidung des Bautzener Oberbürgermeisters kritisiert, sich für den SPD-Bundesvorsitz zu bewerben. Alexander Ahrens sende damit das Signal „Die Stadt ist mir völlig wurscht.“ Zugleich gebe er Bautzen komplett in die Hände „seines reaktionären Finanzbürgermeisters“.

Die Stadtratsfraktion des Bürger Bündnis erklärt hierzu: „Eine solche herabwürdigende und beleidigende Formulierung können wir nicht unwidersprochen lassen.“ Man schätze Robert Böhmer sehr für seine Fachkompetenz und sein gesamtes Auftreten. Der Grünen-Stadtrat versuche hingegen, Hass und Zwietracht zu sähen. Man erwarte einen respektvollen Umgang aller Stadträte untereinander, aber auch gegenüber den Vertretern der Verwaltung. „Eine Entschuldigung halten wir für angebracht“, so die Fraktion.

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Claus Gruhl bewertet den Sachverhalt anders. „Reaktionär bedeutet rückwärtsgewandt und ist eine seit langer Zeit gebräuchliche Bezeichnung für politisches Handeln.“ Der Begriff beziehe sich zudem nicht auf Böhmers Tätigkeit als Finanzbürgermeister, sondern auf dessen öffentliche Äußerungen, so Gruhl. (SZ)