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Hoyerswerda

Bürger-Vorschläge für Landesgartenschau

Während der nächsten zwei Wochen kann jeder seine Vorstellungen und Ideen beim Rathaus einreichen.

Hier blüht es schon. Unweit der Sonntagsbrücke fällt der Blick übers mögliche Gartenschau-Gelände hinweg in Richtung Albert-Schweitzer-Straße.
Hier blüht es schon. Unweit der Sonntagsbrücke fällt der Blick übers mögliche Gartenschau-Gelände hinweg in Richtung Albert-Schweitzer-Straße. © Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Gehen Sie doch ’mal spazieren – im Gebiet zwischen An der Jenschwitz, Südstraße, Bahnhaltepunkt Neustadt, Hommelmühle und Büschingsgraben! Unterqueren Sie die Bahnstrecke an der „Sonntagsbrücke“ und vergessen Sie bitte auch nicht, einen Blick auf den „Paradiesgarten“ der Wohnungsgesellschaft an der Albert-Schweitzer-Straße zu werfen!

Eine im Auftrag der Stadt von der KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH aus Dresden angefertigte Standort-Analyse sagt: Das Areal östlich der Schwarzen Elster mit einem breiteren Streifen nördlich sowie einem schmaleren Streifen südlich der Bahn eigne sich als Gelände für eine Landesgartenschau. Sowohl der Stadtentwicklungs- wie auch der Technische Ausschuss des Stadtrates stimmten dieser Einschätzung zu – und nun sucht das Rathaus nach Vorschlägen der Einwohnerschaft. Besagter Spaziergang könnte die eine oder andere Inspiration bringen.

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„Hiermit sind die Hoyerswerdaer Bürgerinnen und Bürger, die Vereine und Unternehmen aufgerufen, der Stadtverwaltung Hoyerswerda ihre Ideen, Hoffnungen und Wünsche mitzuteilen“, lautet die Bitte aus dem Oberbürgermeister-Büro. Bis zum 21. August möge die Anregung kurz beschrieben und gemeinsam mit dem Namen des Ideengebers sowie einer Kontaktmöglichkeit eingereicht werden. Das Stichwort lautet „Laga2025“. Denn das ist der Zieltermin. Sachsens nächste Landesgartenschau, die neunte, findet 2022 in Torgau statt. Im Rathaus von Hoyerswerda wird mit Unterstützung der KEM eine Bewerbung für die Jubiläumsschau in fünf Jahren vorbereitet. Die entsprechenden Unterlagen müssen bis zum 15. Oktober beim sächsischen Ministerium für Energie, Klima, Umwelt und Landwirtschaft eingereicht werden. Bei der Stadtverwaltung ist man überzeugt, dass eine Landesgartenschau viele Vorteile mit sich bringen würde: „Sie fördert die Gartenkultur, den Tourismus sowie den Landschafts-, Natur-, Umwelt- und Denkmalschutz.“ Die Torgauer planen beispielsweise einen Holzsteg quer durch eine Baumlandschaft, einen „Jungen Garten“ mit Sport-, Spiel- und Gastronomiebereich, einen Skaterpark oder eine Naturbühne. Die Verantwortlichen in Hoyerswerda hoffen, etwas hinzubekommen, das „zu einer stärkeren Vernetzung der Stadtteile“ Alt- und Neustadt sowie zu „einer Aufwertung des Wohnstandortes Neustadt“ führt. Die Ideen aus der Bürgerschaft dazu wolle man gemeinsam mit der KEM sichten, bewerten und bei positiver Einschätzung ins Bewerbungskonzept einfließen lassen. „Sowohl die Stadtverwaltung als auch die KEM GmbH freuen sich auf viele interessante Einreichungen und bedanken sich für eine aktive Mitwirkung“, heißt es in einer vom Rathaus verbreiteten Mitteilung. Das Ganze kommt nicht von ungefähr. Denn der vom Land vorgegebene Bewerbungsprozess fordert auch ein „Konzept zur Bürgermitwirkung“. Ferner hat die Stadt unter anderem einen Finanzierungsplan sowie ein Nachnutzungskonzept vorzulegen. Dazu, ob die Bewerbungsunterlagen dann letztlich auch eingereicht werden, hat laut geltender Beschlusslage der Stadtrat das letzte Wort.

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