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Döbeln

Bürgerfreundlich geht anders

Ein Kommentar von  Verena Toth über die Vergabe des Ehrenamtsbudgets im Kreis Mittelsachsen. 

Verena Toth.
Verena Toth. ©  SZ-Fotomontage

Während die Ehrenamtler im Landkreis Görlitz ihre Förderschecks längst in Händen halten und das Geld bereits sinnvoll nutzen können, werden im Landkreis Mittelsachsen erst noch Papiere beschrieben, Sondersitzungen anberaumt und Bescheide verschickt. 

Ehe die vom Land Sachsen bereitgestellten Mittel für Ehrenamtsengagement in Mittelsachsen endlich dort ankommen, wo sie dringend gebraucht werden, wird die erste Hälfte des Jahres bereits vergangen sein. Bürgerfreundlich und realitätsnah geht anders. Zum Beispiel im Landkreis Görlitz.

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Liebevoll und verständlich wird dort auf einer dafür gestalteten Internetseite erklärt, in welche der insgesamt sieben Kategorien das eigene Projekt am besten passt. Schon seit Anfang April entschied eine Jury wöchentlich über die Anträge, die Schecks werden nun persönlich an die Vereinsvertreter überreicht. Dank einer Maximalförderung von 500 Euro pro Projekt können 160 000 Euro fair und vor allem auf viele Engagierte und Vereine verteilt werden.

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Unverständlich, umständlich und bürokratisch kommt die mittelsächsische „Richtlinie zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements“ daher. Die Ehrenamtler mussten selbst herausfinden, wie sie den vierseitigen Antrag ausfüllen und sich dazu auch noch die Zustimmung ihrer Ortsverwaltung einholen müssen. Wenn sie die zwar einfachere, dafür aber völlig unverbindliche Anfrage an den Landkreischef höchstselbst stellen, müssen sie für eine kleine Finanzspritze auf sein Wohlwollen hoffen.

E-Mail an Verena Toth