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Bürgerhaus in der Kinderarzt-Praxis

Die ersten Bauarbeiten laufen bereits. Eine Eröffnung wird es wohl aber erst nach den Schulferien geben.

© André Braun

Von Heike Heisig

Roßwein. Astrid Sommer und Franziska Riedel lernen im Moment eine Menge neuer Leute kennen. Die beiden Sozialpädagoginnen stellen sich und ihren Auftrag den Roßweinern vor. Der lautet, ein Bürgerhaus zu etablieren. Das haben sie den Ehrenamtlichen im Zukunftsworkshop, den Teilnehmern beim Seniorencafé und zuletzt den Eltern erzählt, deren Nachwuchs Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) als Neubürger begrüßt hat.

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Wenn sie nicht gerade auf Vorstellungsrunde sind, sammeln die Frauen Ideen fürs Bürgerhaus. Das soll zunächst in kleinem Rahmen in den Räumen der ehemaligen Kinderarztpraxis an der Kirchstraße eingerichtet werden. Dafür lässt der Vermieter im Moment gerade Wände versetzen, damit die Aufteilung der Zimmer mit der zukünftigen Nutzung in Einklang zu bringen ist. Die Wahl fiel auf diesen Standort, berichtete der Bürgermeister, weil es mehrere Räume gibt. Wegen der Präsentation sei vielleicht ein Ladenlokal besser gewesen. Doch da habe er sich gründlich umgeschaut. Das meiste Mietbare bestünde lediglich aus einem größeren Raum und dann höchstens noch Abstellkammer und Toilette. Doch damit sei im künftigen Bürgerhaus wenig anzufangen.

„Wie die Auftaktveranstaltung aussehen kann, überlegen wir im Moment noch“, sagte Franziska Riedel. Fest steht, dass die Präsentation vor der Tür, drinnen und im Hof möglichst viele Neugierige von Vereinen und Institutionen, aber auch Privatleute anziehen soll, die das Haus dann auch nutzen. Denn genau darauf kommt es an. „Wir treten mit der Eröffnung des Bürgerhauses in eine Art Testphase. Am Ende sollten wir sagen können, ob das Haus eine reelle Chance hat zu bestehen – nicht nur zwei, sondern drei, vier Jahre und länger. Dann sollte es sich auch selbst finanzieren“, verdeutlichte Franziska Riedel.

Derzeit gebe es schon mehrere Anfragen von Mitnutzern der Räume. Diese sollen zum Beispiel der Krabbelgruppe, für Beratungen, Kulturveranstaltungen und anderes mehr offen stehen. Bei Konzerten müssten größere Räume angemietet werden. Zum Mitgestalten des Gesamtangebotes laden Astrid Sommer und Franziska Riedel immer wieder ein. Wer Ideen und Anregungen hat, kann sich unter Tel. 034322 46670 melden oder per Mail.