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Bautzen

Bautzen: Geld für elf Bürgerwünsche

Straßenfest, Mitfahrbänke und Bücherzelle: Die Stadt hat jetzt entschieden, wofür das Geld aus dem Bürgerhaushalt ausgegeben wird.

Mehr als 50 Bewerbungen gab es in diesem Jahr für den Bautzener Bürgerhaushalt. Die Stadt fördert nun elf Projekte mit einer Gesamtsumme von 10.700 Euro.
Mehr als 50 Bewerbungen gab es in diesem Jahr für den Bautzener Bürgerhaushalt. Die Stadt fördert nun elf Projekte mit einer Gesamtsumme von 10.700 Euro. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Zu Beginn reagierten die Bautzener verhalten: Als die Stadt im Jahr 2017 den Bürgerhaushalt einführte, gab es zunächst nur wenige Bewerbungen. Bürger dürfen seitdem jedes Jahr Projektvorschläge einreichen, die ihnen am Herzen liegen, und können so auf kurzem Wege dafür einen finanziellen Zuschuss bekommen. Bedingung ist, dass die Projekte keine langfristigen Unterhaltungskosten verursachen.

Für den aktuellen Bürgerhaushalt sind nun insgesamt 57 Bewerbungen eingegangen. Mehr als 30 waren laut Stadtverwaltung tatsächlich umsetzbar. Nun hat der Finanzausschuss des Bautzener Stadtrates beschlossen, welche Projekte bezuschusst werden.

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So fördert die Stadt zum Beispiel Schaukästen für Vereine im Stadtteil Gesundbrunnen. Außerdem fließt Geld in ein Straßenfest in Oberkaina. Weihnachtsbäume, Lichterketten und Schmuck: Einige Bürger wünschen sich Weihnachtsdekoration auf der Wendischen Straße, der Seminar- und der Schloßstraße – dieser Wunsch geht durch den Bürgerhaushalt in Erfüllung. 

Auch für den Apothekergarten an der Michaeliskirche gibt es Geld, und die Bewohner der Seidau dürfen Mitfahrbänke aufstellen. Die katholische Kirche bekommt Geld für ein Fest am Tag der deutschen Einheit. Auch der Wunsch nach Informationstafeln zu Bautzens früherem Bürgermeister Dr. Konrad Johannes Kaeubler wird unterstützt. Im Stadtteil Teichnitz wird ein Weihnachtsmarkt gefördert, die Wendische Straße soll bepflanzt werden. Und im Allendeviertel soll eine Bücherzelle entstehen.

Insgesamt gibt die Stadt 10.700 Euro für die Projekte aus. Während das Budget in den Vorjahren bei 10.000 Euro lag, hatte der Stadtrat in diesem Jahr eigentlich auf 20.000 Euro aufgestockt. „Nicht jedes der eingereichten Projekte war förderfähig“, teilt die Stadt mit. „So bezogen sich einige der Vorschläge auf Flächen, die nicht auf städtischem Gebiet liegen.“ Zudem konnten einige Projekte angesichts der Corona-Pandemie nicht umgesetzt werden – darunter fielen Stadtteilfeste. Für andere Projekte ist bereits Geld im allgemeinen städtischen Haushalt eingeplant, sie brauchen die Zuschüsse aus dem Bürgerhaushalt deshalb nicht.

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