Döbeln
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Bürgerhaushalt geht in die zweite Runde

Bis 20. März können Vereine, Gruppen und Privatpersonen Anträge auf Zuschüsse stellen. Allerdings haben sich die Spielregeln ein wenig geändert.

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©  dpa / Symbolbild

Roßwein. Fast alle Projektträger haben es geschafft, und das, was sie mit Zuschüssen aus dem Bürgerhaushalt realisieren wollten, in die Tat umgesetzt.

Manches Mal ist beim Werkeln oder in den Sitzungen, wie denen der Ortschaftsräte, schon die ein oder andere Idee für ein Projekt gereift, das mit Geld aus dem Bürgerhaushalt 2020 in Angriff genommen werden könnte. Jetzt ist es Zeit, diese Vorstellungen formlos aufs Papier zu bringen oder in ein Musterformular einzutragen. Das können Interessierte auf der Homepage der Stadt Roßwein herunterladen.

Wer überhaupt noch einmal wissen möchte, was mit Unterstützung aus dem Bürgerhaushalt möglich ist, für den ist am 18. Februar eine Informationsveranstaltung bestimmt. Diese beginnt um 18 Uhr im kleinen Saal des Rathauses. Dort wird auch der Ablauf erklärt. Bis spätestens 20. März müssen die projektbezogenen Anträge im Rathaus eingegangen sein.

Schon jetzt steht fest, dass mindestens zwei Bedingungen erfüllt sein müssen. Am Wichtigsten ist, dass mehrere Leute davon profitieren. Also pauschal eine Bank unweit des eigenen Grundstückes aufstellen zu wollen, wird als Antrag ganz gewiss durchfallen. Anders sieht es aus, wenn die ausgewählte Stelle an einem Wanderweg liegt und Ausflügler sich dort genauso gern ausruhen und den Blick in die Ferne genießen würden wie vielleicht der eine oder andere Anwohner selbst.

Geld wird anders aufgeteilt

Zweitens gibt es in diesem Jahr einen Rahmen, was Jubiläen sowie Feste betrifft. Weil dazu im vergangenen Jahr eine Reihe von Anträgen eingegangen sind und die Zuschüsse durchaus kulturlastig waren, hat der Stadtrat eine Feinabstimmung der Regelungen für Geld aus dem Bürgerhaushalt getroffen.

Demnach wird die finanzielle Unterstützung von Jubiläumsveranstaltungen auf 400 Euro pro Veranstaltung begrenzt, die für Fest- und Kulturveranstaltungen auf jeweils 300 Euro pro Veranstaltung. Insgesamt soll überdies maximal ein Drittel des im Bürgerhaushalt zur Verfügung stehenden Geldes für Feste, Kultur- und Jubiläumsveranstaltungen ausgegeben werden.

Das sieht etwas anderes aus, wenn jemand beispielsweise anlässlich eines Jubiläums die Geschichte der Straßengemeinschaft, der Gartengruppe oder wie Reinhard Senf im Vorjahr die der Feuerwehr aufarbeitet und als Druckwerk herausbringen will. Auch dazu werden Fragen bei der Infoveranstaltung beantwortet. Wer das auf schnellem Weg durch einen Anruf klären möchte, kann sich bei Hauptamtsleiterin Michaela Neubert (Tel. 034322 46610) oder Bürgermeister Veit Lindner (Tel. 034322 46665) melden.

Die Stadt Roßwein hat 2019 zum ersten mal Geld für den Bürgerhaushalt zur Verfügung gestellt. Über dieses Budget soll bürgerschaftliches Engagement, das ansonsten gegebenenfalls am fehlenden Geld scheitern würde, ermöglicht und gefördert werden. 

Für die Stadt Roßwein standen im Vorjahr 10.000 Euro zur Verfügung, für die Ortschaften Niederstriegis und Gleisberg jeweils 5.000 Euro. Die gleichen Beträge sind im städtischen Haushalt für 2020 eingeplant. Ob es auch die nächsten Jahre einen Bürgerhaushalt in Roßwein geben wird, entscheiden die Stadträte bei der kommenden Etatrunde. (DA/sig/br)

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