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Politik

Bürgermeister bedroht - jetzt will er Waffe

Aus Angst vor Gewalt möchte sich der Bürgermeister aus Kamp-Lintfort mit einer Waffe schützen. Er fühlt sich von Rechtsextremen bedroht.

Christoph Landscheidt (SPD), Bürgermeister von Kamp-Lintfort, hat seinen Wunsch nach einem Waffenschein bekräftigt. Er werde seit geraumer Zeit aus der rechten Szene bedroht, teilte er mit.
Christoph Landscheidt (SPD), Bürgermeister von Kamp-Lintfort, hat seinen Wunsch nach einem Waffenschein bekräftigt. Er werde seit geraumer Zeit aus der rechten Szene bedroht, teilte er mit. © dpa

Kamp-Lintfort. Der Bürgermeister von Kamp-Lintfort in Nordrhein-Westfalen hat seinen Wunsch nach einem Waffenschein bekräftigt. Er werde seit geraumer Zeit aus der rechten Szene bedroht, teilte Christoph Landscheidt (SPD) am Freitag mit. Es habe bereits zahlreiche Situationen gegeben, in denen die Polizei zu spät gekommen wäre, erklärte Landscheidt.

Speziell für diese Notwehrsituationen habe er den Waffenschein beantragt, um Angriffen gegen sich und seine Familie nicht schutzlos ausgeliefert zu sein. Dieses Recht sei für Hoheitsträger im Gesetz vorgesehen. Er habe nicht vor, "in Texas-Manier bewaffnet durch die Straßen zu ziehen", hieß es in seiner Erklärung. Eine solche Annahme sei absurd.

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Landscheidt, der selbst Richter war, klagt vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht auf Erteilung eines großen Waffenscheins. Über die Ankündigung des Prozesses am 21. Januar war der Fall publik geworden. 

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"Fakt ist, dass ich seit dem Europa-Wahlkampf im Mai des Jahres, bei dem ich volksverhetzende Plakate habe abhängen lassen, massiv aus der rechten Szene bedroht werde", teilte Landscheidt mit, nachdem sein Name am Freitag öffentlich wurde.

Rechtsextreme hatten für Samstag eine Demonstration gegen Landscheidt angekündigt. Medienberichten zufolge sind inzwischen Gegenkundgebungen geplant. Landscheidt gilt als sehr beliebt und hatte bei seiner Wahl 87 Prozent der Stimmen erhalten. (dpa)