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Bürgermeister lehnt Bürgerwehr ab

Durch Mundpropaganda hat Jochen Reinicke von den Plänen erfahren. Gröditz würde so etwas nicht brauchen.

© Alexander Schröter/Archiv

Gröditz. Stadtchef Jochen Reinicke (parteilos) hat eine sogenannte Bürgerwehr für Gröditz scharf abgelehnt. „Das ist einfach Käse“, so der Bürgermeister wörtlich. Er habe „durch Mundpropaganda“ erfahren, dass es solche Pläne gebe. Gröditz brauche so etwas nicht, unterstrich Reinicke und verwies auf die Polizeipräsenz in der Stadt.

Im Internet haben mehrere Einwohner bekundet, eine Bürgerwehr gründen zu wollen, die durch Gröditz patrouilliert. Die Befürworter sehen die Sicherheit durch die Behörden nicht gewährleistet. Bis jetzt scheinen die Pläne nicht in die Tat umgesetzt worden zu sein.

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Hintergrund dürfte eine Messerattacke eines Unbekannten gegen einen 40-jährigen Passanten am 13. Januar am Floßkanal sein. Das Opfer war dabei schwer verletzt worden, ist aber den Behörden zufolge inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen.

Die Polizei hatte diese Woche bereits mitgeteilt, dass die Sicherheitslage in Gröditz trotz der Attacke am Kanal unverändert sei und die Stadt wie bisher mehrmals täglich bestreift werde. Die Ermittlungen zu dem Übergriff dauern an. (ewe)