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Meißen

Bürgermeisterin fürchtet Wegzug

Anita Maaß hat bei ihrem Kampf für die Belebung des Zentrums von Lommatzsch einen wichtigen Partner gewonnen.

Der Chef der Naumann-Stiftung Karl- Heinz Paqué in Lommatzsch.
Der Chef der Naumann-Stiftung Karl- Heinz Paqué in Lommatzsch. ©  Claudia Hübschmann

Lommatzsch. Es ist zumindest ein Hoffnungsschimmer: Im ersten Halbjahr konnte Lommatzsch einen Zuwachs von sechs Einwohnern verbuchen. Diese gute Botschaft hat Bürgermeisterin Anita Maaß (FDP) jetzt bei einem Besuch der Programmkommission der Friedrich-Naumann-Stiftung verkündet.

Mit einem Etat von rund 50 Millionen Euro zählt die liberale Stiftung zu den großen parteinahen Stiftungen in Deutschland. Ihr Auftrag ist es, liberales Denken in der Bundesrepublik sowie dem Ausland zu fördern. Mit ihrem Besuch in Lommatzsch wolle sich die Programmkommission ein Bild von den Herausforderungen in einer ländlichen Kleinstadt im Osten Deutschlands machen, so der frühere Finanzminister von Sachsen-Anhalt und Stiftungschef Karl-Heinz Paqué (FDP). 

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In diesem Zusammenhang kündigte der 62-Jährige an, die Friedrich-Naumann-Stiftung werde verstärkt im ländlichen Raum aktiv werden. Zu ihren Angeboten zählen Seminare, Diskussionen, Lesungen und Exkursionen.

Bei einem von der Bürgermeisterin angeführten Stadtrundgang durch Lommatzsch informierten sich die Kommissionsmitglieder über die Stadt. Als problematisch benannte Anita Maaß die Struktur der Altstadt. Die vergleichsweise kleinen Grundstücke seien für junge Familien oft nicht attraktiv genug. Diese zögen deshalb lieber in die Randbereiche. 

Oft werde von einem sogenannten Donuteffekt gesprochen. In der Mitte der Stadt entstehe langsam ein Loch. Der Gürtel drumherum floriere. Chancen sieht die Rathauschefin in einer verbesserten Anbindung in Richtung Riesa. Auf diese Weise könnte Lommatzsch zudem vom geplanten S-Bahn-Takt zwischen der Stahlstadt und Dresden profitieren und so einen Teil der vielen Einpendler als neue Einwohner gewinnen.

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