Bischofswerda
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Bürgermeisterin zur Gesellin geschlagen

Die Demitzer Steinmetzschule feierte ihr 111-jähriges Bestehen. Zum Festakt gehörte eine Zeremonie mit Augenzwinkern.

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Die Demitz-Thumitzer Bürgermeisterin Gisela Pallas.
Die Demitz-Thumitzer Bürgermeisterin Gisela Pallas. © Steffen Unger

Demitz-Thumitz. Angekündigt war ein Gesellenschlagen aus Anlass des 111-jährigen Bestehens der Demitzer Steinmetzschule – am Ende wurde es sogar ein Ritterschlag. Die Demitzer Bürgermeisterin Gisela Pallas (Wählervereinigung DePoRo) darf seit Sonntag den Ehrennamen „Freifrau von Stein“ führen. Zur Eröffnung des Tages des offenen Granitdorfes wurde sie nach Steinmetzart in den höheren Stand gehoben – knieend und gefesselt. Geadelt wurde sie mit Richtscheid und Winkelmaß. „Ich war total überrascht“, sagte Gisela Pallas am Montag der SZ. Als Geschenke bekam sie einen Stein und das schön eingerahmte Steinmetzlied aus dem Jahr 1462, das heute noch in Sachsen gesungen wird. Die Steinmetzschule würdigte so das Engagement der Bürgermeisterin. Sie hat großen Anteil daran, dass sich Demitz-Thumitz seit Jahren als Granitdorf profiliert.

Der Tag des offenen Granitdorfes findet aller zwei Jahre statt. In diesem Jahr war er wieder ein Besuchermagnet. Gezählt wurden die Gäste nicht – über 1 000 waren es mit Sicherheit, die am Sonntag im Dorf und auf dem Betriebsgelände der Basalt AG unterwegs waren. Zu den Gästen gehörter auch eine Delegation aus der Partnergemeinde Piechowice, die sich als Glasdorf präsentiert. Mehr als 200 Demitzer – vom Jugendclub und den Kindereinrichtungen bis zur Kirchgemeinde und den Mitgliedern des Granitdorfvereines – sorgten am Sonntag für ein buntes Programm an zahlreichen Stationen. (SZ)