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Was bei der Wahl zu beachten ist

Die Oderwitzer dürfen ihren neuen Bürgermeister bis Sonntag nur per Brief wählen. Die Gefahr von vielen ungültigen Stimmen ist da groß.

Von Holger Gutte
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Tom Stöcker, Daniel Schädlich, Anke Walter und Cornelius Stempel (von links oben im Uhrzeigersinn) kandidieren für das Amt des Bürgermeisters in Oderwitz.
Tom Stöcker, Daniel Schädlich, Anke Walter und Cornelius Stempel (von links oben im Uhrzeigersinn) kandidieren für das Amt des Bürgermeisters in Oderwitz. © privat, Carla Schmidt

Die Oderwitzer sind bis Sonntag aufgerufen, ein neues Gemeindeoberhaupt zu wählen. Vier Kandidaten stellen sich zur Auswahl und würden gern Nachfolger von Amtsinhaberin Adelheid Engel (parteilos) werden. Neben Daniel Schädlich (Freie Wähler, Handwerker/Gewerbeverein) sind das die Einzelkandidaten Anke Walter, Tom Stöcker und Cornelius Stempel. 

Wegen der Corona-Pandemie kann aus Sicherheitsgründen in Oderwitz nur per Briefwahl gewählt werden. Damit jeder Oderwitzer rechtzeitig seinen Wahlbrief bekommt, hat die Gemeindeverwaltung nach dem Ausdrucken der Stimmzettel diese selber im Ort an die Bürger verteilt.

"Jeder Kollege hat sich dabei einige Straßen vorgenommen und die Wahlbriefe in die Briefkästen gesteckt", schildert Bürgermeisterin Adelheid Engel. Unterstützt wurden sie dabei auch von Mitarbeitern des Schulhortes.

Schon jetzt haben einige Oderwitzer von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. "Die  für die Briefwahl vorgesehenen Briefkästen am Gemeindeamt in Niederoderwitz und am Wetterkabinett in Oberoderwitz werden regelmäßig geleert", berichtet  die Bürgermeisterin.

Adelheid Engel weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass die Bürger für die Wahl jetzt nicht mehr die Briefkästen der Deutschen Post - auch nicht den gegenüber vom Gemeindeamt - beziehungsweise von Post Modern nutzen sollen. Bisher haben das einige Bürger getan, weil der Versand der Briefe entgeldfrei ist.

Nun könnte es allerdings sein, dass die Post aus deren Kästen nicht mehr rechtzeitig im Gemeindeamt ankommt. Alle Wahlbriefe, die am Sonntag nicht bis 18 Uhr in den gemeindeeigenen Briefkästen am Gemeindeamt und am Wetterkabinett landen, sind ungültige Stimmen.

Bei der Briefwahl  kommt in den gelben Umschlag der Stimmzettel und der verschlossene gelbe Umschlag dann wiederum mit dem unterschriebenen Wahlschein in den grünen Umschlag. 

Trotz Briefwahl findet das Auszählen der Stimmen für die Bürgermeisterwahl am Sonntag nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. "Wir können aber aus gesundheitlichen Gründen nur wenige Bürger pro Zimmer bei der Auszählung ins Gemeindeamt rein lassen", schildert  Adelheid Engel.

Auch, wann die Auszählung absolviert sein und ein Ergebnis feststehen wird, lässt sich schwer vorhersagen. Denn eine reine Briefwahl hat es so noch nicht gegeben in der Gemeinde. In jedem Fall wird die Auszählung bis zum späten Abend dauern. Ein Ergebnis wird daher wohl erst im Laufe des Montags veröffentlicht werden können. 

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