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Niesky

Ärger über Friedhofsregeln: "Das ist Willkür"

In Niesky protestieren die Anwohner. Denn was dort auf der Begräbnisstätte passiert, sorgt für Unmut. Der Stadtrat will einen Vor-Ort-Termin.

Die Blumen auf der Gemeinschaftsgrabstelle im Nieskyer Waldfriedhof sind der Stein des Anstoßes.
Die Blumen auf der Gemeinschaftsgrabstelle im Nieskyer Waldfriedhof sind der Stein des Anstoßes. ©  André Schulze

Gegen das rigorose Durchsetzen der Satzung auf dem Waldfriedhof formiert sich der Bürgerprotest. Zur Sitzung des Stadtrates am Montagabend waren 17 Nieskyer erschienen, die sich gegen die derzeitige Praxis bei der mit Kissenstein ausgestatteten Urnengemeinschaftsanlage stemmten. Ute Bürger, die dort ebenfalls eine Grabstelle betreut: "Bisher gab es ein stilles Übereinkommen, dass man Blumen ablegen und Kerzen hinstellen konnte. Das haben wir zum Beispiel auch am Totensonntag getan." Einen Tag später sei alles weggeräumt gewesen. Dieses Vorgehen werde man jedoch nicht akzeptieren, so die Nieskyerin. Denn: "Das ist Willkür."

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Oberbürgermeisterin Beate Hoffmann verwies auf die unterschiedlichen Formen von Grabanlagen auf dem Waldfriedhof. Das betreffende Areal sei eine Rasenfläche, die von Zeit zu Zeit gemäht werden müsse. Enrico Bachmann, Sachgebietsleiter Tiefbau, vermutete fehlende Informationen über die verschiedenen Grabanlagen. Der Stadtrat entschied dazu, im Frühjahr 2020 einen Vor-Ort-Termin im Waldfriedhof abzuhalten und danach über eventuelle Änderungen in der Friedhofsatzung zu entscheiden.

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