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Kamenz

Bürgerwille entscheidend

Großnaundorf will Lichtenberg beim Zusammenschluss mit Wachau nicht im Weg stehen.

Großnaundorf will keine Ehe mehr mit Wachau eingehen.
Großnaundorf will keine Ehe mehr mit Wachau eingehen. © Thorsten Eckert

Großnaundorf/Lichtenberg. Die Gemeinde Großnaundorf gehörte ursprünglich mit zu den Kandidaten für eine Fusion mit Wachau, zog sich aber vor einem Jahr zurück. Bürgermeister Christian Rammer bekräftigte jetzt noch einmal: „Wir wollen eigenständig bleiben.“ In Lichtenberg werden Fusionsgedanken derzeit konkretisiert. Auch das Landratsamt drängt zu Entscheidungen und regte einen Grundsatzbeschluss an, den alle fünf Mitglieder der Verwaltungsgemeinschaft mit Pulsnitz fassen sollen, zu der auch Lichtenberg gehört. So sind derzeit die Kommunen gefragt, ihre Position deutlich zu machen (SZ berichtete).

Der Gemeinderat von Großnaundorf habe den Beschluss-Vorschlag des Kreises dazu bereits debattiert, so Bürgermeister Rammer. Großnaundorf stehe positiv dazu. Schließlich habe die Gemeinde ja einst selbst mit zu den Kandidaten für einen Zusammenschluss mit Wachau gehört. Großnaundorf werde dem nicht entgegenstehen. In seiner Mai-Sitzung werde der Rat über den Grundsatzbeschluss abstimmen. Darin wird sowohl der Lichtenberger Abschied aus dem Verband, als auch die Fusion mit Wachau befürwortet. Vorausgesetzt ein Bürgerentscheid in Lichtenberg spricht sich mehrheitlich für Wachau aus. Außerdem sollen die Bürgermeister zu Austrittsverhandlungen ermächtigt werden.

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Der Lichtenberger Rat stimmte bereits für den Grundsatzbeschluss. Pulsnitz selbst wollte den Entwurf der Kreisbehörde nicht im Wortlaut übernehmen. Per Beschluss wird ein Bürgerentscheid in Lichtenberg begrüßt. Das Votum wäre dann Basis für weitere Entscheidungen und Austrittsverhandlungen mit Lichtenberg, falls die Lichtenberger in der Mehrheit zur Fusion mit Wachau neigen sollten. Ohorn tendiert zu einem ähnlichen Beschluss. (SZ)