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Bummelbaustelle B 170

Entlang der Trasse wird in Bannewitz bereits gebaggert. An den Asphalt geht’s aber nicht vor Herbst 2017.

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© Andreas Weihs

Von Verena Schulenburg

Bannewitz. Autofahrer können es beobachten: Links und rechts der Bundesstraße wird kräftig gebaggert. Nur vom eigentlichen Straßenbau ist in Bannewitz bisher nichts zu sehen – und das wird wohl noch eine Weile so bleiben.

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Wie die SZ nun vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) erfuhr, verzögert sich der etwa zwei Kilometer lange Ausbau der Trasse erneut. Anfang dieses Jahres wurde noch von einem Bauende 2017 ausgegangen. Nun steht fest, vor Herbst 2017 werde nicht in den Asphalt eingegriffen, prognostiziert Pressesprecherin Isabel Siebert. Für die Bannewitzer dürfte das keine Überraschung sein. Schon seit Jahren verschieben sich Planungen und Baustart. In Sachen Bundesstraße ist man in der Gemeinde in Geduld geübt.

Nur warum kommt es schon wieder zu Verzögerungen? Gründe dafür sind zum einen Änderungen in der Auftragsvergabe für Lärmwände und -wälle, erklärt Siebert. Zum anderen wolle man mit dem eigentlichen Straßenbau erst beginnen, wenn der Lärmschutz stehe, um so die Lärmbelastung für die Anwohner gering zu halten. Hinzu komme, dass der Verkehr während der Bauphase möglichst zweispurig aufrechterhalten werden soll. Dies mache kleinere Bauabschnitte und häufige Umlegungen erforderlich und verlängere folglich die Bauzeit, erläutert die Lasuv-Sprecherin.

Die SZ erklärt die nächsten Schritte für das knapp zehn Millionen Euro teure Straßenbauprojekt.

Bis Juni 2017: Derzeit entstehen Ausweichstrecke und Lärmschutz

Nachdem Archäologen und Kampfmittelräumdienst das Baufeld bereits abgesucht haben, werden derzeit die Lärmschutzwälle entlang der Bundesstraße errichtet. Am Baugebiet „An der Boderitzer Straße“ ist bereits ein neuer Wall mit 6,50 Metern Höhe entstanden. Bis Ende dieses Jahres wird dieser noch bepflanzt, erklärt Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert. Bis zum Sommer sollen außerdem noch die Lärmschutzwände in Höhe des Netto-Marktes, an der Windbergstraße und an der Gartensparte „Ralf Bernaisch“ gebaut werden. Gebaggert wird auch emsig unterhalb des Real-Marktes. Hier entsteht gerade eine provisorische Fahrbahn, die bei einer späteren halbseitigen Sperrung der B 170 den Verkehr parallel zur Bundesstraße an dem Gewerbegebiet vorbeiführen soll.

Ab Herbst 2017: Der eigentliche Ausbau der Trasse soll starten

Ab Sommer 2017 wird ein Regenrückhaltebecken gebaut. Im Herbst sei auch der Baustart für den eigentlichen Ausbau der Bundesstraße geplant. „Die Fachplanung liegt vor, letzte Abstimmungen mit der unteren Wasserbehörde laufen zurzeit noch“, sagt Siebert.

Im nächsten Frühjahr sollen die Leistungen ausgeschrieben werden. Spätestens, wenn die Straßenarbeiten entlang der B 170 bis zur Windbergstraße vordringen, wird es Behinderungen im Straßenverkehr geben. Bis dahin sind lediglich kurze halbseitige Sperrungen möglich, vor allem, um Zufahrten herzustellen. In diesen Fällen werde der Verkehr per Ampel an der Baustelle vorbeigeführt, sagt Siebert.

Bis Ende 2018: Bauprojekt geht in die Abschlussphase

Der geplante Geh- und Radweg ab der Kreuzung Boderitzer Straße über das Feld soll noch 2017 fertig werden. Ein Jahr später sollen auch die Arbeiten im Bereich der Kreuzung Winckelmannstraße bis zur Kreuzung Boderitzer Straße abgeschlossen sein. Trotz aller Verzögerungen ist man im Bauamt optimistisch, die Großbaustelle bis Ende 2018 abzuschließen. „Wenn einmal an der Straße gebaut wird, dann kann das schnell gehen“, sagt Isabel Siebert.

Ziel ist, die Bundesstraße zwischen der A 17 und der Boderitzer Straße vierspurig auszubauen. Von der Boderitzer Straße bis zur Windbergstraße wird dreispurig gebaut. Von dort bis zur Kreuzung mit der neuen Staatsstraße 191 bleibt die Trasse zweispurig. Zudem soll der bestehende Unfallschwerpunkt an der Kreuzung zur Boderitzer Straße mit einer separaten Abbiegespur beseitigt werden.