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Görlitz

Bundespolizei nimmt vier Männer fest

Innerhalb von vier Stunden gelangen den Beamten aus Ludwigsdorf diese Fahndungstreffer. Allen Gesuchten fehlte das nötige Kleingeld.

Symbolbild
Symbolbild © Symbolbild: dpa

Ludwigsdorfer Bundespolizisten haben am Dienstag gleich vier mit Haftbefehl gesuchte Männer festgenommen. Keiner der Gesuchten konnte seine Geldstrafe begleichen, daher wurden sie jeweils in das nächste Gefängnis gebracht.

Gegen 7 Uhr kontrollierten die Beamten an der Stadtbrücke in Görlitz die Insassen  Linienbusses, der von Brüssel nach Warschau unterwegs war. Bei der Überprüfung eines 29-Jährigen stellten die Fahnder fest, dass die Staatsanwaltschaft Karlsruhe gleich mit zwei Haftbefehlen nach dem polnischen Staatsangehörigen fahndete. Der aus Lodz stammende Mann war laut Polizei wegen Erschleichens von Leistungen und wegen Beleidigung rechtskräftig durch das Amtsgericht Karlsruhe zu Geldstrafen verurteilt worden. Da der junge Mann die geforderten Geldstrafen in Höhe von insgesamt 860 Euro nicht begleichen konnte, muss er jetzt für 70 Tage hinter Gitter.

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Nach einem 25-jährigen Georgier, bei dem es sich ebenfalls um einen Insassen des zwischen Brüssel und Warschau verkehrenden Linienbusses handelte, suchte die Staatsanwaltschaft München. Wegen des Erschleichens von Leistungen hatte das Amtsgericht München ihn zu einer Geldstrafe in Höhe von knapp 320 Euro verurteilt. Auch ihm blieb ein Gefängnisaufenthalt nicht erspart, da er nicht zahlen konnte.

An der A4 Anschlussstelle Kodersdorf nahmen die Bundespolizisten gegen 9 Uhr einen 29-jährigen Polen fest. Die Überprüfung seiner Personalien hatte ergeben, dass die Staatsanwaltschaft Erfurt seit August 2017 nach ihm fahndete. Das Amtsgericht Gotha verurteilte ihn bereits im Februar 2017 per Strafbefehl wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.400 Euro beziehungsweise 65 Tagen Freiheitsstrafe.

Um kurz vor 11 Uhr gelang den Fahndern der vierte Treffer. Dieses Mal endete an der Anschlussstelle Görlitz die Reise eines 36-Jährigen. Nach ihm suchte die Staatsanwaltschaft Bielefeld seit Juli 2016. Das Amtsgericht Bielefeld hatte den georgischen Staatsangehörigen wegen Diebstahls per Strafbefehl zu einer Geldstrafe von 700 Euro beziehungsweise 40 Tagen Freiheitstrafe verurteilt.

Sowohl der 29-Jährige, als auch der 36-Jährige konnten die geforderten Geldstrafen nicht begleichen und wurden ins Görlitzer Gefängnis gebracht. (SZ)

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