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Bundespolizei stellt Beweise sicher

Die Razzia gegen einen Vermittler illegaler Arbeitskräfte am Dienstag war ein Erfolg, sagt die Polizei. Die Auswertung läuft.

Von Alexander Schneider

Der Hauptbeschuldigte festgenommen, neun illegal in Deutschland weilende moldauischen Staatsangehörige in Gewahrsam, elf gefälschte rumänische Identitätskarten sichergestellt – die Bundespolizei zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis einer Razzia am Dienstag in Heidenau und Dresden. Bei der Durchsuchung hatten Bundespolizei und Zoll mehrere Wohnungen und Geschäftsräume unter die Lupe genommen, vorausgegangen waren monatelange Ermittlungen (SZ berichtete).

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Die Durchsuchungen richteten sich nach Angaben der Bundespolizei vor allem gegen einen 49-jährigen Mann aus Polen, der im Verdacht steht, gezielt Arbeitskräfte aus Moldawien angeworben und sie, ausgestattet mit falschen Identitäten, an deutsche Firmen vermittelt zu haben. Die gefälschten rumänischen Identitätskarten sollen genutzt worden sein, um die moldauischen Arbeiter bei Einwohnermelde- und Gewerbeämtern zu registrieren. Gegen den mutmaßlichen Drahtzieher wird wegen Einschleusens von Ausländern, Urkundenfälschung und unerlaubter Beschäftigung ermittelt. Es sei eine Vielzahl von Beweisen sichergestellt worden, so die Bundespolizei.

Im Zuge der Ermittlungen hatten sich Hinweise auf eine weitere Gewerbeeinheit im Raum Dresden ergeben, die in Zusammenhang mit illegaler Arbeitsvermittlung stehen könnte. Zoll und Polizei untersuchten am Dienstag auch diese Räume. Dort seien mehrere Personen polizeilich überprüft worden, es hätten sich aber keine weiteren Hinweise zu Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz ergeben, teilt die Bundespolizei in einem abschließenden Bericht mit. (SZ)