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Razzia gegen Schwarzarbeit

Ein 49-jähriger Pole wird in Heidenau festgenommen. Er hatte wohl gezielt ganz bestimmte Ausländer für illegale Beschäftigungen angeworben.

© Bundespolizei

Heidenau/Dresden. Nach umfangreichen Ermittlungen durchsuchten am Dienstag Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel mehrere Wohnungen und Geschäftsräume in Heidenau und Dresden. Unterstützt wurden sie von der Bundespolizeidirektion Pirna und dem Zoll. Die Aktion richtete sich vor allem gegen einen 49-jährigen Polen, gegen den seit Dezember 2017 ermittelt wird. Der Mann konnte ausfindig gemacht werden und wurde vorläufig festgenommen. Er steht im Verdacht, gezielt moldauische Staatsangehörige anzuwerben und diese für illegale Jobs zu vermitteln. Darüber hinaus ist der 49-jährige Hauptbeschuldigte den moldauischen Staatsangehörigen dabei behilflich gewesen, sich bei Einwohnermeldeämtern und Gewerbeämtern mit gefälschten rumänischen Identitätskarten anzumelden, heißt es in einer Mitteilung der Bundespolizei.

Im Rahmen der Durchsuchungen nahmen die Einsatzkräfte insgesamt neun moldauische Staatsangehörige (24 bis 43 Jahre) in Gewahrsam. Der Ermittlungsdienstleiter der Bundespolizei, Sven Löschner, wertete den Einsatz als Erfolg: „Schleusungen, Urkundenfälschung und illegale Beschäftigung stehen immer enger miteinander in Zusammenhang. Es zeigt sich, dass die organisierte Schleusungskriminalität häufig erst der Anfang für weitere Straftaten ist. Durch unseren heutigen Einsatz gelang es uns, umfangreiches Beweismaterial sicherstellen.“ (szo)

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In einer Abschlussmeldung am Abend ergänzt die Bundespolizei ihre Mitteilung zu den Durchsuchungen. Neben dem festgenommenen Hauptbeschuldigten und den neun in Gewahrsam genommenen moldauischen Staatsangehörigen stellten die Einsatzkräfte insgesamt elf gefälschte rumänische Identitätskarten sicher.

Weiterhin konnten beweiserhebliche Unterlagen in den Objekten aufgefunden und sichergestellt werden, heißt es in der Mitteilung.

Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf eine weitere Gewerbeeinheit im Raum Dresden. Bei den polizeilichen Maßnahmen von Zoll und Bundespolizei wurden in diesem Objekt mehrere Personen polizeilich überprüft. Aus bundespolizeilicher Sicht ergaben sich keine Hinweise zu Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz. Alle in diesem Objekt polizeilich kontrollierten Personen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen. (szo)