merken

Bundespolizisten nach Bayern abgeordnet

Beamte wurden aus Zinnwald abgezogen. Sie werden laut Bundesinnenministerium in München gebraucht.

© Marko Förster

Von Mandy Schaks

365 Tage für Patienten da

Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

Altenberg/München. Bundespolizisten vom Revier in Altenberg sind tatsächlich im Freistaat Bayern im Einsatz. Wie ein Sprecher des Bundesministeriums des Innern auf SZ-Nachfrage bestätigte, sind zwei hiesige Bundespolizisten zur Bundespolizeidirektion München abgeordnet worden. Das ist der Stand vom Montag, 29. Oktober. Das entspreche lediglich 0,7 Prozent der Soll-Stärke des Polizeivollzugsdienstes der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel, zu der das Bundespolizeirevier Altenberg gehört.

„Die Beamtinnen und Beamten sind zur Bewältigung der Migrationslage im Rahmen der Fortführung der temporär eingerichteten Grenzkontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze, eingesetzt“, heißt es zur Begründung.

Damit wird die Aussage vom Zinnwalder Ortsvorsteher Hans-André Tooren bestätigt, der zur jüngsten Sitzung im Altenberger Stadtrat diesen Punkt ansprach und mehr Präsenz der Bundespolizei an der deutsch-tschechischen Grenze einforderte. Nur dadurch könne das Gefühl der Sicherheit erreicht werden. Zwar sei der Großteil der Stellen im Bundespolizeirevier in Altenberg besetzt, sagte er, aber die Mitarbeiter seien nicht immer alle da, weil sie zum Beispiel in Bayern im Einsatz seien.

Altenberg ist besorgt über die Sicherheit. Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) zählte eine Reihe bekannter Straftaten aus dem Polizeibericht auf, die in der Grenzregion passierten. Sie könnten nicht verhindert werden, weil nicht genug Personal vor Ort sei. Deshalb fordert er, die Bundespolizei in Altenberg aufzustocken und nicht zu schwächen. Auch vor dem Hintergrund, dass seit fast anderthalb Jahren im Gespräch ist, den Standort nach Dippoldiswalde in das Gebäude der sächsischen Landespolizei am Markt zu verlegen.