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Bundesregierung lehnt militärische Hilfe in Nigeria ab

„Ich glaube, in diesem Fall wäre militärische Hilfe absolut kontraproduktiv“, sagte der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Strässer (SPD).

Berlin. Trotz des zunehmenden Terrors durch die radikalislamische Terrorgruppe Boko Haram in Nigeria sieht die Bundesregierung eine militärische Unterstützung des Landes skeptisch.

„Ich glaube, in diesem Fall wäre militärische Hilfe absolut kontraproduktiv. Das würde zu einem furchtbaren Massaker führen und niemandem helfen“, sagte der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Strässer (SPD), am Freitag im ARD-“Morgenmagazin“. Man könne aber über eine Zusammenarbeit der Polizeikräfte reden. Auch Hilfe bei der Grenzsicherung könne angeboten werden.

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Nach Ansicht Strässers handelt es sich bei den Übergriffen nicht um einen Religionskrieg, sondern um einen Konflikt um Ressourcen und Macht. „Es ist ein Kampf um Einfluss und letztendlich um Geld.“

Die Gruppe will im Norden Nigerias einen Gottesstaat auf Grundlage der Scharia errichten und verübt seit Jahren immer wieder schwere Anschläge. Allein in diesem Jahr sollen dabei mehr als 1.000 Menschen getötet worden sein. Die Gruppe hatte jüngt über 200 Schulmädchen verschleppt und ihren Verkauf als Sklavinnen angedroht. (dpa)