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Sachsen

Bundeswehr geht gegen Borkenkäfer vor

Sachsens Wälder sind vom Borkenkäfer geschwächt. Im Kampf gegen den Schädling werden nun Soldaten eingesetzt.

Ein Borkenkäfer krabbelt über die Unterseite einer Fichtenrinde.
Ein Borkenkäfer krabbelt über die Unterseite einer Fichtenrinde. © Roland Weihrauch/dpa

Dresden. Bei Aufbereitung und Abtransport des von Borkenkäfern geschädigten Holzes in Sachsens Wäldern soll nun auch die Bundeswehr helfen. 2Das Schadholz muss so schnell es geht aus dem Wald transportiert werden, um die weitere Ausbreitung des Borkenkäfers einzudämmen", wie Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) am Freitag in Dresden mitteilte. Der Einsatz von Soldaten bei der Bekämpfung des Borkenkäfers werde derzeit mit dem Landeskommando Sachsen abgestimmt.

Nach Ministeriumsangaben gibt es über Sonderregelungen bei der Arbeitszeit oder dem Gewicht des Transportfahrzeuges Erleichterungen für Waldbesitzer, Forst- und Holzwirtschaft, um die Beräumung von Schadholz zu beschleunigen.

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Seit Oktober 2017 wurden in den Wäldern des Freistaates 5,2 Millionen Kubikmeter Schadholz durch Sturm, Schneebruch und Insekten erfasst, wie ein Sprecher des Staatsbetriebes Sachsenforst sagte. Im Staatswald, der 39 Prozent der Gesamtwaldfläche umfasst, seien die Altschäden mittlerweile zum großen Teil aufgearbeitet. Für den Privatwald, der 45 Prozent der Fläche bedeckt, lägen keine Angaben vor.

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Auch mit Blick auf 2020 gelte es, weitere Schäden zu verhindern, sagte der Sachsenforst-Sprecher. 2018 hätten Insekten rund 800.000 Festmeter Schadholz verursacht. "2019 wird wahrscheinlich drüber liegen." Der Borkenkäfer, der gerade ideale Bedingungen vorfinde und die dritte Brut in diesem Jahr anlege, müsse daran gehindert werden. "Nach der Überwinterung drohen sonst noch höhere Zahlen." (dpa)

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