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Bunker erneut Jugendclub

Nachdem vor geraumer Zeit das Domizil in Girbigsdorf wegen Problemen geschlossen wurde, gibt es einen Neustart.

Von Constanze Junghanß

In den alten gemeindeeigenen Stahlbetonbunker zieht die Jugend wieder ein. Die bekommen den Bunker von der Kommune als Domizil zurück. Das bestätigt Schöpstals Bürgermeister Bernd Kalkbrenner. Der Bunker – ehemals C4 genannt – ist nicht unumstritten. Vor etwa zwei Jahren wurde das Relikt aus DDR-Zeiten von der Bauaufsicht gesperrt. Damals kamen weitere Probleme dazu: An Vorgaben hatten sich die jungen Leute nicht gehalten. Alkohol wurde konsumiert, mit Pfefferspray hantiert, statt der erlaubten 36 tummelten sich bis zu 100 Leute im Betonklotz. Als sich selbst Eltern bei Bernd Kalkbrenner beschwerten und die Polizei hinzugezogen werden musste, endete die Bunkerzeit.

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Jetzt gibt es eine andere Gruppe, die sich für die erneute Nutzung des Treffpunkts starkmacht. Nicht nur Gespräche mit dem Rat suchten die Jugendlichen und nutzten dazu auch eine öffentliche Sitzung am Jahresanfang. „Die jungen Leute haben dort mittlerweile fleißig entrümpelt und Müll geräumt“, sagt der Bürgermeister. Die Aufräumaktionen passierten in Abstimmung mit der Gemeinde, die die Elektrik jetzt ebenso neu machen lässt, wie die Fenster. Trotz der negativen Erfahrungen in der Vergangenheit will die Gemeinde den Jugendlichen eine Chance einräumen. Einerseits sei das eine ganz andere Truppe als damals, andererseits werde auf die Auflagen geachtet, sagt Kalkbrenner. Dazu zählten die Einhaltung der Ruhezeiten wie, dass nicht mehr Leute den Club nutzen dürfen als vorgeschrieben – also 36. Auch Großveranstaltungen sämtlicher Art seien tabu. Der Club soll nur für die Schöpstaler Jugend da sein. „Wir werden das im Blick behalten.“ Einer der Jugendlichen, Christian Wolf, informierte nun über das Ansinnen: Ziel sei, einen Treffpunkt zu schaffen, wo Jugendliche innerhalb ihres Heimatortes ihre Freizeit verbringen können. Voraussichtlich im Verlaufe des Sommers sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.