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Kamenz

Bunte Maschen am Jakobsweg

Pilger-Autorin Kerstin Boden war mit ihren „Strickliesels“ am Kamenzer Saumarkt aktiv.

Pilger-Autorin Kerstin Boden (l.) aus Kamenz und ihre treuen Strickliesels Angelika Ruff, Paula Panitz und ihre Mutter Gerlinde Panitz (v.l.) brachten zum Herbstfest einen gestrickten Stammbezug an der Blasenesche am Saumarkt an.
Pilger-Autorin Kerstin Boden (l.) aus Kamenz und ihre treuen Strickliesels Angelika Ruff, Paula Panitz und ihre Mutter Gerlinde Panitz (v.l.) brachten zum Herbstfest einen gestrickten Stammbezug an der Blasenesche am Saumarkt an. © privat

Kamenz. Sie haben es wieder getan! Und seit ein paar Tagen gibt es einen farbenfrohen Hingucker mehr am Kamenzer Saumarkt. Pilger-Autorin Kerstin Boden aus Kamenz und ihre treuen „Strickliesels“ Angelika Ruff, Paula Panitz und ihre Mutter Gerlinde Panitz brachten einen gestrickten Stammbezug an der Blasenesche an. Unter vielen neugierigen Augen wurden die Einzelteile, die in vielen Stunden daheim entstanden, zum Herbstfest zum Gesamtkunstwerk zusammengehäkelt.

Genieß‘ die Heimat mit Oppacher!

Im grünen Herzen des waldreichen Landschaftsschutzgebietes Oberlausitzer Bergland sprudelt ein ganz besonderer Schatz: Oppacher Mineralwasser, das überall dort zu Hause ist, wo Menschen ihre Heimat genießen.

Natürlich war das Ganze vorher mit der Stadt abgesprochen. Plan B.-Inhaberin Diana Heinrich hatte die Anfrage gestellt. Denn sie war es auch, die die emsigen Handarbeitsdamen diesbezüglich angefragt hatte. Bereits kurz nach der Neueröffnung im April verkleideten diese nämlich schon den etwas hässlichen Beton-Papiereimer auf dem kleinen Platz. Das Motto lautete damals wie heute: Bunte Maschen für eine wärmere Welt! „Die Aktion ist ein Dankeschön für Dianas Einsatz beim Vertrieb meines Buches. Außerdem ist es uns ein Herzensbedürfnis, mit diesem kleinen Hingucker das Bistro am Jakobsweg zu unterstützen“, so Kerstin Boden. Denn am Saumarkt verläuft der ökumenische Pilgerweg entlang. Nicht selten kehren Pilger hier ein.

Kleine Schornsteinfeger verteilt

Die Kamenzerin lief 2018 selbst bis nach Santiago de Compostela. Eigentlich wollte Kerstin Boden nur Tagebuch führen. Die Reise würde lang werden, das wusste die heute 55-Jährige. Und nicht ein einziger Eindruck, keine einzige Begegnung sollten verloren gehen. Dass am Ende doch ein dickes Buch für die Öffentlichkeit als Ergebnis all dieses wundervollen, prallen Lebens auf dem Tisch liegen würde, hatte sie nicht geplant. Dass sie 150 kleine „Schornis“ – Schornsteinfeger – mit auf ihre Reise nahm, verteilte und bereits unterwegs unter dem Namen „Die Glückspilgerin“ bekannt wurde, nutzte der Sache obendrein.

Die fleißigen „Strickliesel“ kennen sich zum großen Teil von Arbeit. Und hatten jedenfalls riesengroße Freude beim Projekt. „Wir würden gern weitere Aufträge entgegennehmen“, heißt es. „Wer also Interesse an bunter Maschenkunst hat, kann sich gern bei uns melden. Einfach im Plan B. nachfragen“, so Kerstin Boden.

„3000 Kilometer im Pilgerglück - Mein Tagebuch“ ist über Amazon ab sofort auch als E-Book erhältlich (ISBN 978-1797483740). Sowie im Bistro Plan B zu kaufen.