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Burkauer gibt den Rhythmus vor

Jeden Tag bis zum 24. Dezember gibt es in Bischofswerda eine Überraschung. Die SZ stellt die Macher vor. Heute: Stefan Hähnel von den Spielleuten.

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© Steffen Unger

Von Sylvia Gebauer

Burkau. Stefan Hähnel hat Rhythmus im Blut. Der Burkauer ist seit 1992 Mitglied bei den Bischofswerdaer Spielleuten. Sein Bruder René hat ihn damals zur Übungsstunde mitgenommen. Was er dort erlebte, gefiel ihm. Seitdem sind Rhythmusinstrumente wie Pauke und Trommel Teil seines Lebens.

„Die Rhythmusleute stehen immer ganz hinten“, sagt Stefan Hähnel. 13 sind es bei den Bischofswerdaer Spielleuten. Hinzu kommen noch die melodischen Instrumente – also Flöte und Horn. Sie alle bilden den 27 Mann starken Spielmannszug. „Es dürfen gerne mehr sein, dann könnten wir auch schwerere Stücke spielen“, sagt Stefan Hähnel. Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Auch als Erwachsener. Das älteste Mitglied ist über 70 Jahre alt. Neue Leute zwischen „acht und 88 Jahren“ werden immer gesucht. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Nur Freude an der Musik sollte man mitbringen. Alle Instrumente können ausprobiert werden, bis das passende gefunden ist. Zu Hause muss geprobt werden, je nachdem wie leicht es einen fällt. Alle Musikstücke, welche die Spielleute bei Wettbewerben oder Auftritten präsentieren, werden ohne Noten gespielt. Zum Repertoire gehören neben klassischer Marschmusik moderne Titel. Bei Wettkämpfen gibt es einen Pflicht- und einen Kürteil. Bei letzterem können die Spielleute kreativ sein. In diesem Jahr präsentieren die Bischofswerdaer lateinamerikanische Rhythmen.

Jury schaut genau hin

Genau diese Vielfalt schätzt Stefan Hähnel. Als 16-Jähriger ließ er sich zum Übungsleiter für die Rhythmusgruppe ausbilden. Viele Jahre hat er an Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen sein Wissen weiter gegeben. Aus Zeitmangel gab er eine Übungsgruppe ab, heute trainiert er nur Erwachsene. Stefan Hähnel ist auch Marschtrainer. Im Juni stehen die Wettkämpfe an. Von März bis Mai bittet er den Spielmannszug auf den Burkauer Sportplatz. Hier trainieren sie unter anderem in Formation zu laufen und dass alle die gleiche Schrittlänge haben. „Die Jury schaut bei den Wettkämpfen genau hin“, sagt Stefan Hähnel. Jede Ungenauigkeit wird bestraft.

Das Musikalische üben sie in den Vereinsräumen auf dem Gelände der Max Aicher GmbH in Bischofswerda. 17 Uhr starten die Kinder mit ihrer anderthalbstündigen Übungseinheit, anschließend üben sie eine weitere Stunde mit den Erwachsenen. Sie starten 18.30 Uhr. In der Schulzeit wird jeden Freitag geprobt. Während der Sommerferien ist Pause. Stefan Hähnel engagiert sich über die Übungsstunden hinaus im Verein. Er ist Mitglied im Vorstand, kümmert sich um alles Organisatorische. Er sorgt dafür, dass alle pünktlich beim Bus sind und alles für die Auftritte da ist. Mehrere Stunden pro Woche investiert der Burkauer in sein Hobby. Er brennt dafür.

Lebendiger Adventskalender, 17 Uhr vor dem Rathaus. Es präsentieren sich Sonnabend :der Bischofswerdaer Karnevals Club und Sonntag:die Bischofswerdaer Spielleute.