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Toter nach Wartehäuschen-Unfall

Schock am Wiesbadener Hauptbahnhof: Bei einem Unfall mit einem Linienbus werden mehr als ein Dutzend Menschen verletzt.

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Bei einem schweren Verkehrsunfall sind am Donnerstag in Wiesbaden 21 Menschen verletzt worden.
Bei einem schweren Verkehrsunfall sind am Donnerstag in Wiesbaden 21 Menschen verletzt worden. © Wiesbaden112

Wiesbaden. Nach dem schweren Busunfall am Wiesbadener Hauptbahnhof ist ein 85-jähriger Mann seinen schweren Verletzungen erlegen. Er starb im Krankenhaus, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Demnach wurden bei dem Unfall 23 Menschen verletzt. 

Am Donnerstag hatte der 65 Jahre alte Fahrer eines Linienbusses aus zunächst ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war mit mehreren Fahrzeugen zusammengestoßen. Der Gelenkbus fuhr über eine Grünfläche, rammte einen weiteren Bus, vier Autos und ein Wartehäuschen. 

Zunächst war von 21 Verletzten die Rede gewesen. Direkt nach dem Unfall am Nachmittag waren die Einsatzkräfte zunächst von 16 Verletzten ausgegangen. Doch die Zahl erhöhte sich im Laufe des Abends. "Vor Ort war zunächst eine Person zwischen dem Haltestellenbereich und einem der beteiligten Busse eingeklemmt und ein Busfahrer an seinem Platz eingeschlossen", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Passanten hätten beide vor dem Eintreffen der Retter befreit.

© Wiesbaden112

Die Einsatzkräfte begannen sofort mit der Behandlung der Opfer. Von den Verletzten wurden 19 Menschen in Kliniken gebracht. Für die Leichtverletzten und weitere Beteiligte wurde eine psychosoziale Betreuung bereitgestellt.

Bei einem Bus war der Tank aufgerissen. Es seien große Mengen Kraftstoff ausgetreten, die aufgefangen wurden. Rettungsdienst und Feuerwehr waren mit insgesamt knapp 30 Fahrzeugen und über 80 Einsatzkräften vor Ort.

Die Ermittlungen dauerten laut Polizei noch an. Ursache könne ein technischer Defekt, menschliches Versagen oder eine Kombination aus beidem sein, sagt ein Sprecher. Ein Gutachter wurde herangezogen, der die Unfallstelle untersuchte. Ein Polizeihubschrauber habe Fotos gemacht. Die Aufräumarbeiten dauerten bis in die Nacht an. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. (dpa)