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Schränkt Fahrplan Wanderer ein?

Ein SZ-Leser kritisiert die Verbindung ins Bielatal. Die Verkehrsgesellschaft verweist auf eine Alternative.

© Kristin Richter

Von Gunnar Klehm

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Sächsische Schweiz. Hartgesottene Wanderer lassen sich bekanntlich von keinem Wetter abschrecken. Sie sind auch im Winter unterwegs. In größerer Zahl machen sich die Ausflügler auch auf, wenn für die Jahreszeit so milde Temperaturen herrschen wie aktuell. Das dachte sich auch SZ-Leser Jens Breuer aus Pirna-Liebethal. Gern hätte er eine große Runde im Rosenthaler Gebiet gedreht. Doch bei der Planung wurde er vom Fahrplan der Oberelbischen Verkehrsbetriebe Pirna-Sebnitz (OVPS) abgeschreckt. Wer nicht mit dem Auto anreisen will, für den sei die alternative Busverbindung alles andere als günstig.

Der erste der beiden einzigen Busse auf der Linie 245 von Pirna nach Rosenthal kommt am Wochenende 12.20 Uhr an. Der letzte fährt von Rosenthal 14 Uhr wieder zurück. „Das ist viel zu kurz, um noch eine ausgedehnte Wanderung zu beginnen“, schrieb Jens Breuer an die SZ. Er schlägt deshalb vor, den ersten Bus von Pirna nach Rosenthal auf der Linie 245 gegen 9 Uhr und damit fast zwei Stunden früher abfahren zu lassen. Dann würden potenzielle Wanderer dieses Gebiet stärker nutzen und die Verkehrsgesellschaft hätte auf jeden Fall mehr Fahrgäste auf dieser Linie, ist er überzeugt.

OVPS-Geschäftsführer Uwe Thiele ist durchaus bewusst, dass das für eine Wanderung eine ungünstige Verbindung ist. Er verweist aber darauf, dass die Buslinie 245 nicht die einzige Verbindung ins Bielatal ist. Dazu muss man allerdings auf die S-Bahn umsteigen und dann von Königstein mit der Linie 242 nach Rosenthal fahren. Von Königstein fährt der erste Bus auf dieser Linie im Winterfahrplan ab 9.25 Uhr. Für Thiele sei das Umsteigen für Wanderer durchaus zumutbar. Zudem müsse er ja ein Netz und dementsprechend das Personal planen. „Wenn wir hier schon eine S-Bahn haben, sollten wir sie nicht vernachlässigen“, sagt Thiele. Damit decke man ja auch einen Anschluss nach Dresden ab. Für ihn sei diese Entscheidung eine aus „Effizienz-Gründen“ gewesen.