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Bushaltestelle wird verlegt

Von der Wendeschleife am Kodersdorfer Bauhof an der Bundesstraße 115 soll sie weg - aber wohin? Das lässt Kodersdorf jetzt planen.

© André Schulze

Von Frank-Uwe Michel

Kodersdorf. Der Bauhof in den Hallen und Gebäuden an der B 115 wird für rund 150 000 Euro saniert und umgebaut. Dafür benötigt wird aber auch die Fläche, auf der sich jetzt noch die Bushaltestelle befindet. Die soll verlegt werden, möglichst rund 100 Meter weiter in südliche Richtung. Die Ausführung will die Gemeinde Kodersdorf zusammen mit dem Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (Zvon) und dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) realisieren.

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Doch ganz so einfach ist es nicht. Am liebsten würde die Gemeinde eine Haltestellenbucht bauen lassen, um Gefahrenmomente beim Ein- und Aussteigen zu minimieren. Entsprechende Gespräche mit dem Zvon laufen. „Wir denken, dass aufgrund der Fahrzeugdichte auf der B 115 eine Einbuchtung sinnvoll wäre“, gibt Bürgermeister René Schöne die Marschrichtung vor. Allerdings lehnen Verkehrsexperten diese Form der Haltestellen ab. Auf SZ-Anfrage listet das Straßenverkehrsamt des Landkreises mehrere entscheidende Nachteile auf. An stark frequentierten Straßen – wie der B 115 – müssten die Busse beim Wiedereinfädeln in den Verkehr mit Zeitverlust rechnen, außerdem sei das Ein- und Ausfahren der Busse wegen der Querbewegung der Fahrzeuge für die Fahrgäste unkomfortabel. Widerrechtlich am Fahrbahnrand geparkte Autos könnten zudem das Anfahren der Busbuchten erschweren. Darüber hinaus gebe es zusätzlichen Aufwand beim Winterdienst und die städtebauliche Einbindung sei oft problematisch.

Auch die Einrichtung einer Busschleife über die Bahnhofstraße ist wenig realistisch. Dann wäre zwar das Ein- und Aussteigen weniger gefährlich, der Zeitverlust für den Bus beim Wiederauffahren auf die B 115 aber immens. „Die von Kodersdorf-Bahnhof kommende Straße ist unterrangig“, erklärt der Bürgermeister. Da helfe es auch nicht, dass der Kreuzungsbereich perspektivisch aufgeweitet werden solle.

Um die Umverlegung der Haltestelle in Gang zu bringen, hat der Gemeinderat die Vergabe der Planungsleistungen an ein Horkaer Ingenieurbüro beschlossen. Die Höhe der hierfür entstehenden Kosten richtet sich nach der Art der Ausführung – ob Bucht oder Straßenhaltestelle – und beträgt entweder rund 12 500 oder 7 000 Euro. Die Baukosten insgesamt könnten sich nach vorläufigen Schätzungen auf etwa 55 000 oder 27 000 Euro belaufen.