merken

Busse im Miniaturformat

Albrecht Krenkel aus Burgstädt hat eine Schwäche für Spielzeug aus Holz. Seine Leidenschaft will er teilen.

© André Braun

Von Doreen Hotzan

Kriebstein. Für ihn ist jedes Stück in seiner Sammlung eine Rarität. Das sagt Albrecht Krenkel nicht ohne Stolz. Der 72-Jährige sammelt leidenschaftlich gern Miniaturspielzeug aus Holz aus der Zeit zwischen 1900 und 1990. Ob Pferdegespanne, Autos, Busse oder Eisenbahnen – über die Jahre ist eine beträchtliche Anzahl zusammengekommen. Doch Albrecht Krenkel will sich nicht nur alleine an dem Spielzeug erfreuen. Deshalb begann der Burgstädter vor zehn Jahren damit, dieses auszustellen, erzählt der Sammler. Den Anfang machte das Stadtmuseum in Burgstädt. Danach folgten weitere Ausstellungen in Marienberg, Lauta oder Chemnitz.

Bauen und Wohnen
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?

Hier finden Sie alles, was Sie fürs Sanieren, Renovieren oder Bauen Ihrer eigenen vier Wände brauchen.

Ab dem 6. Februar ist ein Teil seiner umfangreichen Sammlung im Museum auf der Burg Kriebstein zu sehen. Seit Anfang der Woche ist der Rentner dort mit dem Aufbau beschäftigt. „Klitzeklein und heiß geliebt ... Miniaturspielzeug und Puppenstuben aus der Zeit um 1900“ lautet der Titel der Sonderausstellung. „Besucher haben bis zum 31. Oktober die Gelegenheit, diese zu besichtigen“, sagt Burgsprecherin Susan Tiesler gegenüber dem DA.

Immer auf der Suche nach neuen Stücken

Albrecht Krenkel selbst ist mit dem Wunsch, sein Spielzeug auf der Burg auszustellen, an die Mitarbeiter der Burg herangetreten. „Er besuchte uns und zeigte uns einige Stücke“, erinnert sich Gabriele Wippert, die für das Museum verantwortlich ist. „Ich war fasziniert. So etwas kannte ich vorher noch nicht. Aber Spielzeug ist gerade in. Daher bin ich mir sicher, das wird die Leute interessieren“, sagt sie. Albrecht Krenkel hat sich dafür entschieden, den Besuchern ausschließlich Stücke aus der Zeit zwischen 1906 und 1945 zu zeigen. „Das alles hier ist gerade einmal ein Dreiviertel meiner Sammlung“, sagt der 72-Jährige und deutet auf die Vitrinen, die er schon mit dem Miniaturspielzeug gefüllt hat. Knapp 1 500 Stücke können die Besucher bewundern. Darunter finden sich auch einige Besonderheiten.

In einer Vitrine stellt Albrecht Krenkel Miniaturspielzeug aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg zur Schau. Darüber weiß er einiges zu erzählen. „Im Ersten Weltkrieg war das Spielzeug typisch feldgrau, im Zweiten Weltkrieg dann tonfarben“, so der Sammler. Stolz ist er auch auf die Feldbäckerei im Miniformat. „Es gibt dazu noch eine Feldfleischerei. Doch die habe ich leider noch nicht gefunden“, bedauert der Burgstädter.

Immer wieder ist Albrecht Krenkel auf der Suche nach neuen Stücken für seine Sammlung. Die findet er meistens auf Flohmärkten. Dafür fährt der 72-Jährige bis nach Leipzig, Chemnitz oder Hof. Seine Frau toleriere seine Sammelleidenschaft, sagt Albrecht Krenkel und lacht. Daheim hat er seine Sammlung im ehemaligen Kinderzimmer untergebracht. Seine Frau muss dort nicht putzen, stellt der Burgstädter klar. „Das übernehme ich“, sagt er. Neben dem Spielzeug wird die Ausstellung durch Puppenküchen, Puppenstuben und Kaufmannsläden ergänzt. Diese stellen die Sammlerin Dorothea Rüb aus Freyburg (Unstrut) und das Schloss Rochlitz zur Verfügung.

Sonderausstellung „Klitzeklein und heiß geliebt ... Miniaturspielzeug und Puppenstuben aus der Zeit um 1900“, ab 6. Februar auf der Burg Kriebstein