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Riesa

Canitzer "Ortsmitte" lässt auf sich warten

Seit Jahren hofft man im Ort auf ein Konzept für das Zentrum. Eine Nachfrage ergab jetzt: Das Projekt scheint eingeschlafen.

Die Kirche in Canitz.
Die Kirche in Canitz. © Sebastian Schultz

Canitz. Wie lässt sich in Canitz eine neue Ortsmitte entwickeln? Unter dieser Fragestellung existiert in Riesa bereits seit mehreren Jahren das Vorhaben „Ortsmitte Canitz“ – zumindest auf dem Papier. Mit Leben gefüllt wurde es bisher offenbar kaum, wie kürzlich die Nachfrage von Stadtrat Markus Mütsch (Freie Wähler) zutage förderte.

Mütsch hatte in einer Ausschusssitzung erfragt, wie es denn um das Projekt steht und ob die seines Wissens dazu angedachte Studie fertig – oder das Vorhaben eingeschlafen sei. Eine Antwort dazu hatte in der Sitzung zunächst kein Mitarbeiter der Stadtverwaltung parat.

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Auf Nachfrage der SZ hieß es nun aus dem Rathaus, es habe bisher zu dem Thema „überhaupt kein konkretes Konzept“ gegeben, sondern lediglich lose Gespräche mit dem damaligen Baubürgermeister Tilo Lindner. „Es muss erst mal geklärt werden, inwiefern überhaupt schon ein konkretes Vorhaben definiert wurde.“ Dazu wolle OB Marco Müller (CDU) mit den Ortschaftsräten ins Gespräch kommen. 

Schon 2017 hatte die Stadt die Absicht erklärt, parallel zur Sanierung der Kirche auch ein Gesamtkonzept für die Ortsmitte entwickeln zu wollen. Zielstellung war damals, Synergieeffekte zu schaffen – etwa durch gemeinsame Sanitäranlagen und Parkplätze für Dorfgemeinschaftshaus, Sportplatz und Kirche; auch Grünflächen und einen neuen Feuerwehrstandort in der Ortsmitte hatte man damals auf Anfrage ins Spiel gebracht.

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